Riesen Polizeiaufgebot bei Kurden-Demo in Wien

Am Samstag zogen rund 600 kurdische Aktivisten über die Ringstraße - nach den Ausschreitungen bei einer ähnlichen Demo wurden im Vorfeld Störversuche seitens türkisch-nationalistischer Aktivisten befürchtet.

Rund 300 Polizisten sicherten die Demonstration, die vom Schwarzenbergplatz zum Parlament marschierte, ab. Man hatte seitens der Exekutive bereits vor der Demo angekündigt, bei Störversuchen, wie sie in der Vergangenheit passierten, "rigoros" einzuschreiten. Die insgesamt 600 Teilnehmer, darunter auch etliche Kinder, machten mit ihrem Protestmarsch auf die "Menschenrechtsverletzungen in der Türkei und die Isolation von Abdullah Öcalan" aufmerksam. 

Wie Polizeisprecher Patrick Maierhofer vor der Demo mitteilte, waren auch die WEGA sowie das Landesamt für Verfassungsschutz im Einsatz: "Unser oberstes Ziel ist es, Provokationen von außen zu verhindern." Bei einer ähnlichen Demonstration war es in der Vorwoche zu gekommen. Dieses Mal kam es in der Wiener City zu keinen Ausschreitungen. Maierhofer gegenüber "heute.at": "Insgesamt waren rund 600 Teilnehmer bei der Demonstration anwesend. Es ist zu keinerlei Zwischenfällen gekommen."

In der Türkei ging die Welle der Festnahmen und Entlassungen unterdessen mehr als vier Wochen nach dem Putschversuch weiter. Bisher wurden nach Regierungsangaben über 40.000 Menschen festgenommen und knapp 80.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gekündigt. Zudem wurden über 4.000 Firmen und Einrichtungen geschlossen, weil sie mit dem Prediger Fethullah Gülen zusammengearbeitet haben sollen. Dieser wird von der Türkei hinter dem Putschversuch vermutet.

Auf Seite 2 gibt es den Live-Ticker zum Nachlesen!

"heute.at" berichtete LIVE von der Kurden-Demo in Wien!

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