Riesenjubel bei ÖSV-Damen über Silber und Bronze

Nur Tina Maze verhinderte am Montag einen österreichischen Dreifachsieg in der Kombination bei der Ski-WM in Vail und Beaver Creek. Nicole Hosp und Michaela Kirchgasser jubelten dennoch über Silber und Bronze, während Anna Fenninger als Vierte nach Gold im Super-G und Silber in der Abfahrt eine Enttäuschung zu verarbeiten hat.

Nur Tina Maze verhinderte am Montag einen österreichischen Dreifachsieg in der Kombination bei der Ski-WM in Vail und Beaver Creek. Nicole Hosp und Michaela Kirchgasser jubelten dennoch über Silber und Bronze, während Anna Fenninger als Vierte nach eine Enttäuschung zu verarbeiten hat.

"Der vierte Platz tut schon weh", meinte Fenninger nach der Entscheidung. Ein wenig tröstete sie der Rückstand von fast sechs Zehntelsekunden auf die drittplatzierte Kirchgasser. "Die drei vor mir waren einfach besser. Ich hatte eine an sich gute Abfahrt, auch im Slalom bin ich dafür, wie viel ich trainiere, gut gefahren." Für die dritte Medaille im dritten Damenbewerb bei dieser WM hätte es einen "besonderen Tag" gebraucht, "so einer war es heute nicht. Ich habe konkret meine Leistung gebracht, das hat eben nur für den Vierten gereicht".

). "Dort sind meine Medaillenchancen sicher realistischer", glaubt Fenninger. Zimmerkollegin Kirchgasser durfte sich hingegen über ihre zweite WM-Einzelmedaille (nach Slalom-Silber 2013) freuen. "Im Medaillenzimmer haben wir jetzt Gold, Silber und Bronze, ich freue mich, dass ich auch etwas dazu beigetragen habe. Jetzt ist der Druck weg, alles, was kommt, ist Draufgabe", grinste die 29-Jährige.

) um ihr nächstes Edelmetall.

Hosp: "Ein unbeschreiblich schönes Gefühl"

Hosp hielt dem Druck stand, galt sie vor dem Rennen als aussichtsreichste Medaillenhoffnung. Zum dritten Mal krallte sich die Bichlbacherin WM-Edelmetall in der Kombination. "Eine Medaille wird nie zur Gewohnheit, es ist immer ein unbeschreiblich schönes Gefühl", sagte Hosp. "Die Abfahrt war extrem schwierig und der Slalom hatte es auch in sich. Ich war sehr froh, als ich im Ziel vor der Kirchi war. Mir taugt es, dass ich wieder vorne dabei bin."

Auch Kathrin Zettel bot eine starke Abfahrtsleistung, musste sich am Ende aber mit dem sechsten Platz begnügen. "Es war nicht das, was ich erhofft habe. Ich bin schon ein bisschen traurig, auf der anderen Seite war es ein erfolgreicher Tag für Österreich. Ich habe es im Slalom ein bisschen verbockt", meinte die Niederösterreicherin die bereits wieder nach vorne blickt. "Ich habe noch zwei Chancen, es ist noch nicht vorbei. Kopf hoch, morgen ist ein neuer Tag. Ich nehme das alles lockerer als in den Jahren zuvor."

Maze: "Ich hatte heute schon viel Druck"

Maze schaffte das, was Fenninger versagt blieb - ein Medaillengewinn auch im dritten Bewerb. Sie galt bereits vor dem Rennen als Favoritin auf Gold und wurde den Erwartungen gerecht. Zum ersten Mal wurde die 31-jährige Kombinationsweltmeisterin. Damit hat die Slowenin in allen fünf Disziplinen bis auf den Slalom Gold holen können. "Ich hatte heute schon viel Druck, ich war vor dem Slalom sehr nervös. Es war ein schwieriger Tag", erklärte Maze.

"Mein erstes Gold in der Kombi ist wirklich speziell. Ich war in diesem Bewerb ja immer Favoritin und habe es nie geschafft", weiß Maze, die für Gold hart arbeiten musste. "Ich war heute auch eher müde und hatte nicht die hundertprozentige Energie. Ich wusste nicht, ob es klappen würde. Aber es hat funktioniert. So ist Skifahren eben. Es war ein wirklich hart erkämpfter Sieg."

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