Rollfähren-Chef: "Unseren Kapitän trifft eine Schuld"

Neue Details im Schiffsunglück auf der Donau bei Klosterneuburg: Der Betreiber der Rollfähre räumt einen Fehler ein – der Schubverband hätte Vorrang gehabt.

Das Schiffsunglück passierte Dienstagfrüh auf der Donau gegen 8.30 Uhr ("Heute" berichtete): Ein Schubverband rammte die Rollfähre, die zwischen Klosterneuburg und Korneuburg verkehrt.

Dabei wurde das Führungsseil aus der Verankerung gerissen, die Fähre konnte 200 Meter stromabwärts anlanden, der havarierte Schubverband wurde notgeankert. Ein Großeinsatz von Feuerwehren, Rotem Kreuz und Tauchern folgte.

Warum der Schubverband die Fähre rammte (es herrschte starker Nebel), ist unklar, die Ermittlungen der Exekutive laufen.

Johannes Klos, Betreiber der Fähre, zu „Heute": „Der Schubverband war fast vorbei, als es zur Kollision kam. Unseren Kapitän trifft eine Schuld, weil der Schubverband Vorrang gehabt hätte. An Bord waren nur ein Passagier und zwei Crew-Mitglieder, alle blieben unverletzt. Bis Ende der Saison ist die Fähre nun außer Betrieb." Normalerweise wäre die Saison bis zum 2. November gegangen. Mit einem Schiff wurde die Fähre wieder an seinen Platz zurückgezogen.

Gerüchte, dass das Radar nicht funktioniert hätte, wischt Klos weg: „Wenn das Radar ausfällt, fahren wir nicht."

Wie hoch der Schaden ist, könne Klos noch nicht abschätzen, und: "Wie und warum das genau geschehen ist, wird jetzt untersucht. Ich bitte um Verständnis, da will ich nicht vorgreifen." (wes)

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