Rosberg sagt Hamilton vor Heimrennen Kampf an

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Beim 72. Grand Prix von Monaco absolviert die Formel 1 zum 61. Mal ihre riskante Stadtrundfahrt durch das Fürstentum an der Cote d'Azur. Der kürzeste und langsamste Grand Prix des Jahres ist das Kronjuwel des Motorsports und der vorletzte vor dem Österreich-Comeback am 22. Juni. Zwei Deutsche hoffen am Sonntag besonders auf eine Trendwende: Nico Rosberg und Sebastian Vettel.

Beim 72. Grand Prix von Monaco absolviert die Formel 1 zum 61. Mal ihre riskante Stadtrundfahrt durch das Fürstentum an der Cote d'Azur. Der kürzeste und langsamste Grand Prix des Jahres ist das Kronjuwel des Motorsports und der vorletzte vor dem Österreich-Comeback am 22. Juni. Zwei Deutsche hoffen am Sonntag besonders auf eine Trendwende: Nico Rosberg und Sebastian Vettel.

Rosberg tut dies, weil ihm trotz seines Auftakterfolges in Australien Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton mit vier Siegen in Folge die an den Start.

Zwischen Weltmeister-Sohn Rosberg und dessen erstem WM-Titel steht mit Hamilton nur ein Mann. Und der ist ausgerechnet sein Teamkollege im zweiten der bisher unschlagbar gewesenen Silberpfeile. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis zwischen den beiden monegassischen Wohnungs-Nachbarn mit offenen Messern gekämpft wird.

Hamilton: "Das ist die härteste Achterbahn der Welt"

Hamilton hat das Weltmeister-Gefühl schon einmal 2008 ausgekostet und wirkt derzeit auch lockerer als Rosberg, der sich sowohl in Malaysia als auch dann in Bahrain, China und zuletzt Spanien mit Platz zwei hinter Hamilton begnügen musste. Damit führt der in Australien trotz Pole ausgeschiedene Brite in der WM mit 100 Punkten hauchdünn vor Rosberg (97), Vierfach-Weltmeister Vettel ist mit 49 Zählern bereits abgeschlagener Dritter.

"Monaco ist unglaublich. Das ist die härteste Achterbahn der Welt", sagte Hamilton vor dem Traditions-Grand-Prix. Obwohl über nur 260 statt wie üblich 305 Kilometer führend, gilt Monaco u.a. wegen der rund 4.000 Schaltvorgänge in den 78 Runden als das härteste Rennen überhaupt.

Noch kein Sieg in Monaco für Hamilton

Hamilton hat hier aber noch nie gewonnen und erstmals kommt die Formel 1 mit den neuen Turbo-Antrieben nach Monaco. Auf dem langsamen Stadtkurs (158 km/h Schnitt) kommt es mehr auf den reinen V6-Motor und weniger auf den elektrischen Hybrid-Restanteil des Antriebsstranges an, den Mercedes so perfekt hinbekommen hat.

Hier sieht nicht nur Vettel sondern die komplette Formel-1-Gemeinde die Chance, dass die bisherige Mercedes-Überlegenheit Kratzer bekommen könnte. "Monaco kann dich eiskalt erwischen, wenn du dich zu sicher fühlst", warnte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Vettel will Mercedes-Stars ärgern

Zwar ist Vierfach-Champ Vettel angesichts der konzeptiven Mercedes-Überlegenheit wohl bereits so gut wie entthront, nirgendwo ist die Hoffnung auf einen Überraschungssieg aber so groß wie in Monaco. Mechanischer Grip zählt hier mehr als reine Motoren-Power, das könnte den Red Bulls von Vettel und Neuzugang Daniel Ricciardo entgegenkommen. Nur ein Viertel der Runde wird mit Vollgas gefahren.

 "Lewis und Nico sind auch hier die Favoriten. Wir wollen sie aber zumindest ärgern", sagte Vettel vor der halsbrecherischen Jagd vorbei an Casino, Fürstenpalast, Hafen und Schwimmbad, durch den Tunnel sowie die geschichtsträchtigen Kurven Rascasse, Sainte Devote und Tabac.

Alonso glaubt an Chance für Vettel

Der Weltmeister weiß auch, dass nirgends die Pole wichtiger ist als in Monaco. Denn überholen ist in den engen Häuserschluchten fast unmöglich. Seit 1950 haben nur sechs Fahrer gewonnen, die nicht aus der ersten Reihe gestartet sind.

Die Red Bull gehen nach einem geforderten Umbau mit neuer Nase in den Monaco-GP. Vettel kam zuletzt mit einem gewechselten Chassis auch besser zurecht. Pirelli bringt in Monaco erstmals in diesem Jahr den Supersoft-Reifen an den Start. Selbst Fernando Alonso glaubt daher: "Red Bull wird in Monaco eine der wenigen Möglichkeiten finden, Mercedes zu besiegen."

APA/red

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