Hybride Kriegsführung

Russland und Belarus schleusen Migranten in die EU

Russland und Belarus arbeiten wieder verstärkt daran, Migranten aus von Krisen erschütterten Regionen über ihre Länder in Richtung EU zu schleusen.

20 Minuten
Russland und Belarus schleusen Migranten in die EU
Der polnische Grenzschutz registrierte in den letzten Wochen eine Zunahme von Migranten aus Belarus. (Archivfoto)
Christoph Soeder / dpa / picturedesk.com

Russland und Belarus arbeiten einem Medienbericht zufolge wieder verstärkt daran, Migranten aus armen und von Krisen erschütterten Regionen über ihre Länder in Richtung Europäischer Union zu schleusen – auch in Richtung Deutschland.

Die Zahlen der Migranten, die über diese Route hierzulande ankämen, seien laut Bundespolizei in den vergangenen Monaten wieder deutlich angestiegen, berichteten Süddeutsche Zeitung und die Sender WDR und NDR am Mittwoch.

In dem Bericht heißt es, einer Statistik der Bundespolizei zufolge sei die Migration über diese Route im Januar und Februar 2024 mit jeweils weniger als 30 Feststellungen so stark zurückgegangen, dass sie kaum noch feststellbar war.

Im März habe es dann allerdings 412 Feststellungen gegeben, im April 670 und im Mai schon bis zur Monatsmitte 416.

Auch der polnische Grenzschutz registrierte in den letzten Wochen eine Zunahme von Migranten aus Belarus. Sicherheitskreise sprechen von "hybrider Kriegsführung".

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Auf den Punkt gebracht

  • Russland und Belarus arbeiten verstärkt daran, Migranten aus Krisenregionen über ihre Länder in die EU zu schleusen, was zu einem deutlichen Anstieg der Migranten auf dieser Route in Richtung Deutschland geführt hat
  • Die Bundespolizei und der polnische Grenzschutz verzeichnen eine Zunahme der Feststellungen von Migranten, was Sicherheitskreise als "hybride Kriegsführung" bezeichnen
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