Salafisten-Machtkampf löst Razzia in Bremen aus

Ein Streit unter Salafisten-Gruppen löste in Bremen einen Großeinsatz der Polizei aus. Spezialkräfte aus mehreren Bundesländern durchsuchten am Dienstagmorgen neun Wohnungen und Geschäfte in der Hansestadt. Laut Behörden soll ein Mordanschlag geplant gewesen sein.

Ein Streit unter Salafisten-Gruppen löste in Bremen einen Großeinsatz der Polizei aus. Spezialkräfte aus mehreren Bundesländern durchsuchten am Dienstagmorgen neun Wohnungen und Geschäfte in der Hansestadt. Laut Behörden soll ein Mordanschlag geplant gewesen sein.

Die Fehde zwischen zwei Salafisten-Gruppen entstand offenbar aus einem Streit um die richtige Auslegung des Islam. Bei Auseinandersetzungen gab es bereits zwei Schwerverletzte, Eine der Gruppen soll sich laut "Radio Bremen" zudem verabredet haben, zwei Personen umzubringen, weil sie ihnen nicht radikal genug waren.

In einem Großeinsatz durchsuchten 200 Polizeibeamte aus mehreren Bundesländern Wohnungen und Geschäftslokale. Mehrere Verdächtige wurden in Handschellen abgeführt. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber deutschen Medien bekanntgab, gab es mehrere Identitätsfeststellungen, jedoch vorläufig keine Haftbefehle.

Machtkampf unter Extremisten

Bremen gilt . Laut "Radio Bremen" läuft in der Bremer Salafisten-Szene seit Wochen ein interner Machtkampf. Ein ehemaliges Führungsmitglied der Extremisten ist erst Anfang Februar – nach dreieinhalb Jahren Haft – aus dem Gefängnis entlassen worden. Seitdem soll es Streit um die richtige Auslegung des Islam geben.

 
Salafisten sind eine extrem rückwärtsgewandte Richtung des Islamismus, die einen Lebensstil streng nach den Regeln des Koran anstrebt. Der islamistischen Szene in Deutschland werden mehr als 43.000 Menschen zugerechnet, darunter schätzungsweise 8650 Salafisten. 

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