Salvini und Seehofer: Lösung zu Asyl im Juli

Beim Treffen der Innen- und Justizminister der EU in Innsbruck sprachen auch Horst Seehofer und Matteo Salvini miteinander über die Asylkrise.

Nach einem Treffen mit dem italienischen Innenminister Matteo Salvini hat sich der deutsche Innenminister Horst Seehofer am Mittwoch zuversichtlich gezeigt, noch im Juli eine Lösung in der Frage um die Rücknahme von zurückgewiesenen Migranten zu finden.

Der "Geist des Gesprächs" sei sehr "lösungsorientiert" gewesen, so Seehofer. Besonders im Bemühen um den effektiven und strengen Schutz der EU-Außengrenze seien Salvini und er einer Meinung.

Mitarbeiter der beiden Innenministerien sollen demnächst Gespräche zur Regulierung der "Binnenmigration" innerhalb der EU führen. Seehofer und Salvini wollen sich noch im Juli wiedertreffen, um die Ergebnisse zu "bewerten und zu entscheiden", teilte Seehofer mit.

Seehofer nahm zu Asylwerber-Suizid Stellung

Seehofer äußerte sich auch zu dem Suizid eines afghanischen Flüchtlings, der kürzlich aus Deutschland abgeschoben worden war. Der Fall sei "zutiefst bedauerlich", sagte Seehofer. Gleichzeitig plädierte er dafür, mit dem Vorfall "sachlich und rücksichtsvoll" umzugehen, wie er vor Journalisten erklärte.

Am Dienstag hatte er sich in einer Pressekonferenz noch darüber geschmunzelt, dass an seinem 69. Geburtstag 69 afghanische Asylwerber abgeschoben wurden. Das hatte für einen Shitstorm gesorgt.

Minister-Treffen in Innsbruck

Am Donnerstag treffen sich in Innsbruck die Innen- und Justizminister der EU-Staaten zu einem informellen Gipfel. Gastgeber ist Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). (red)

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