Schinkels: "Dieser Weg bringt keinen Erfolg"

Erfolgstrainer Frenkie Schinkels! Die Wiener Austria führte er zum Meistertitel, Abstiegskandidat Kärnten etablierte er im Mittelfeld - ehe ihm die Leistungsträger weggekauft wurden. Im Heute-Interview spricht Schinkels über seine neu formierte Truppe, Österreichs Liga und die gescheiterte Reform.

Das Saisonende sah einen müden Frenkie Schinkels, jetzt wirkst du wieder topmotiviert. Täuscht dieser Eindruck?

Nein. Ich habe die Frustration abgeschüttelt. Viele Spieler sind weg, dafür sechs neue da - sie bringen frischen Wind.

Was ist mit der neuen Truppe kommende Saison möglich?

Mit Platz acht wäre ich hochzufrieden. Mehr wird für uns nicht drinnen sein.

Und wer wird Meister?

Sicher wieder Salzburg, die Bullen verteidigen den Meistertitel mit Leichtigkeit. Sie haben gut eingekauft. Huub Stevens hat alles, was ein Trainer braucht.

Ist der Niederländer der Richtige für diese Mannschaft?

Ich denke ja. Die Spieler werden schnell merken, dass er nicht zum Urlaubmachen in Salzburg gelandet ist.

Wie stark schätzt du Aufsteiger Wiener Neustadt ein?

Schwer zu sagen. Erst hieß es, sie wollen sparen, keine teuren Namen kaufen. Jetzt verpflichten sie Ronald Gercaliu, wie geht das? Ich denke, sie werden sich im Mittelfeld ansiedeln. Rapid, Austria, Sturm und Ried spielen um die Europacupplätze, die anderen Klubs mit uns um den Abstieg.

Die von ÖFB-Boss Leo Windtner geplante Reform mit 16 Erste-Liga-Klubs wurde abgeblasen. Eine richtige Entscheidung?

Die falsche! Mein Vorschlag wäre gewesen: Zwölf Vereine in der Bundesliga, 16 in der Erste-Liga. Das Ziel: mehr Klubs, mehr Spiele und mehr Österreicher, die zum Einsatz kommen. Das Gegenteil davon ist jetzt der Fall. Dabei zeigten uns ja die Beispiele Schottland und Schweden, dass dieser Weg nicht erfolgreich ist. Aber bei uns kochen die Funktionäre ihr eigenes Süppchen, jeder schaut nur auf sein eigenes Wohl.

Klaus Pfeiffer

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