Schlepper ließen zwei Flüchtlinge erfrieren

Schlepper haben eine Gruppe von 19 Flüchtlingen nach erfolgtem Grenzübertritt in Bulgarien ihrem Schicksal überlassen. Für eine Jugendliche und eine Erwachsene kam jede Hilfe zu spät, sie erfroren in der verschneiten Region Malko Tarnowo.

Die Schlepper brachten die Gruppe mit zehn Kindern über die türkisch-bulgarische Grenze. Danach ließen sich die Menschen in der tief winterlichen Region sitzen. Die beiden Frauen erfroren, laut bulgarischem Innenministerium waren sie zwischen 14 und 16 bzw. zwischen 30 und 40 Jahre alt.

Zwei Frauen schweben in Lebensgefahr

Die übrigen Flüchtlinge wurden mit Erfrierungen im Spital behandelt, zwei Personen schweben in Lebensgefahr. Die Überlebenden gaben an, dass sie aus dem Irak und Afghanistan kommen.

Die Grenzsoldaten hätten den Tod der beiden Frauen nicht verhindern können, sagte Vize-Regierungschefin Rumjana Batschwarowa. "Das illegale Passieren der Grenze ist mit Risiken verbunden", warnte sie.

Bulgarien verlängert Grenzzaun

Bulgarien liegt auf der Balkanroute, im Vorjahr wurden 27.000 Flüchtlinge registriert. Derzeit wird ein 30 Kilometer langer Grenzzaun zur Türkei verlängert. Ziel ist, dass die Flüchtlinge nur mehr über die Grenzübergänge in die EU einreisen können.

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