Der Schnee schmilzt, Kroatien unter Wasser

Seit Tagen kämpft Kroatien gegen die hohen Wasserstände der Flüsse an. Ein Rückgang ist nicht zu erwarten. Die Einwohner sind am Ende.

Mit Booten fahren Einsatzkräfte von Haus zu Haus und versuchen die Einwohner des kleinen Örtchens Lipovo Polje zu befreien. Dort wo vor wenigen Tagen noch Wege und Straßen waren, ist jetzt ein einziger See. Die Erdgeschosse sind teilweise komplett überflutet.

Gegenüber "24sata" sagt eine Familienmutter: "Das ist eine Katastrophe. Es tut weh zu sehen, wie unser Haus versinkt. Ein ganzer Stock ist unter Wasser. Wir sind zu meiner Mutter gezogen. Dort werden wir wohl noch zwei oder drei Monate bleiben müssen, hat man uns gesagt."

Kein Rückgang verzeichnet

Die Feuerwehr und das Militär kämpfen seit Tagen in mehreren Ortschaften gegen die hohen Wasserstände an - ohne Erfolg. Sie versuchen das Wasser abzupumpen, sowie einen provisorischen Staudamm aus Sandsäcken zu bauen. Gegenüber den kroatischen Medien erklären sie, dass sie müde seien, jedoch nicht aufhören werden zu arbeiten.

Heute berichtete bereits über das Chaos am Balkan:

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Grund für die Überschwemmung ist die Schneeschmelze, so wie tagelanger Regen. Betroffen ist vor allem die nördliche Region, die nah an dem Fluss Sava liegen. Neun Orte stehen derzeit unter Wasser. Der Wasserstand stieg dort um mindestens 5 Meter. Rekord: In Farkasic wurde ein Plus von 9,59 Metern verzeichnet.

Bislang konnte kein Rückgang verzeichnet werden. In drei Orten, Usce, Davor und Slavonski Kobas stagniert der Wasserstand zumindest.

(slo)

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