Gestaffelte Beginnzeit und geteilte Wochen an Schulen

Am Freitag präsentiert Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) den Fahrplan zur Öffnung der Schulen. Es wird wohl geteilte Klassen mit kurzen Schulwochen und gestaffelte Beginnzeiten geben.

Benjamin (9) und Nina (7) haben in einer Schule in Wien für "Heute" den Praxistest der neuen Vorschriften, etwa der Maskenpflicht, gemacht. (siehe Diashow) Bennis Urteil: "Die Maske in der Schule mag ich nicht, weil man nicht so gescheit sprechen kann. Wenn man redet, dann versteht die Lehrerin ja nichts." Ninas größtes Problem ist ebenfalls die Maske: "Dass ich mir dauernd die Mundschutzmaske aufsetzen muss, ist nervig. In der Schule will ich sie nicht tragen." Eines wird die Nachteile wohl aufwiegen: Beide freuen sich riesig, nach langer Zeit wieder ihre Freundinnen und Freunde wiederzusehen.

So sieht der Schulalltag künftig aus:

Unterrichtsbeginn

Die Schüler sollen nicht auf einmal kommen, sondern gestaffelt. Also haben zum Beispiel die A- und B-Klassen um 7.45 Uhr Unterrichtsbeginn, die C- und D-Klassen um 8.15 Uhr. Die genauen Zeiten kann jede Schule für sich autonom festlegen. Begleitpersonen dürfen nur in die Schule, wenn sie einen Termin haben.

Auf den Gängen

Hier herrscht Maskenpflicht, außerdem muss ein Abstand von einem Meter eingehalten werden. Schreien und Laufen sind verpönt. Plakate mit Anweisungen werden im Schulgebäude aufgehängt, Masken sollen in den Schulen verteilt werden.

Klassenzimmer

Vor dem Betreten müssen sich die Schüler die Hände waschen. Einmal pro Stunde muss mindestens 5 Minuten gelüftet werden. Und: Es gibt eine neue, unverrückbare Sitzordnung, damit der 1-Meter-Abstand gewahrt bleibt. Dafür werden die Klassen wahrscheinlich zweigeteilt, sodass weniger Schüler anwesend sind. Eine Hälfte hat laut "Presse" von Montag bis Mittwoch Schule, die andere Donnerstag/ Freitag – jede Woche wechselt der Rhythmus. Der ursprünglich geplante Schichtbetrieb (vormittags eine Gruppe, nachmittags eine) dürfte vom Tisch sein.

"Keine Maßnahmen für Kinder unter 12"

Gesundheitsexperte Martin Sprenger erklärte im ORF, dass er Kinder, die unter 12 Jahre alt sind, von allen Corona-Maßnahmen befreien würde. Die möglichen Schäden für Kinder, die der Schule fernbleiben, seien höher als die Risiken.

Sprenger, der Mitglied der Coronavirus-Taskforce des Gesundheitsministeriums war, verweist auf Schweden. Dort wurden die unteren Schulstufen und Kindergärten nicht geschlossen. Nach aktuellen Studien trugen die Kinder auch nicht zum Infektionsgeschehen bei. Schweden hat allerdings mehr Infizierte und Todesfälle.

Die Österreichische Gesellschaft für Kinder-und Jugendheilkunde schließt sich Sprengers Ansicht an. "Studien zufolge liegt der Schluss nahe, dass Kinder und Jugendliche nicht hauptverantwortlich für die Covid-19-Verbreitung sind. Lernen, Bewegung, soziale Kontakte sind gerade für Kinder und Jugendliche von größter Bedeutung."

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