Sechs Millionen Briten warten wegen Omikron auf ihre OP

Die "National Covid Memorial Wall", ein öffentliches Wandgemälde, das von Freiwilligen zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie an das St. Thomas' Hospital in London gemalt wurde.
Die "National Covid Memorial Wall", ein öffentliches Wandgemälde, das von Freiwilligen zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie an das St. Thomas' Hospital in London gemalt wurde.Xinhua / Action Press / picturedesk.com
Die Zahl der Menschen in England, die auf eine planbare Operation oder Behandlung im Krankenhaus warten, hat einen Höchststand erreicht. 

Sechs Millionen Patienten standen Ende November 2021 auf den Wartelisten, wie aus Zahlen hervorgeht, die der englische Gesundheitsdienst NHS am Donnerstag veröffentlicht hat. Das entspricht dem höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 2007.

Über 300.000 Patienten warten bereits länger als ein Jahr, knapp 20.000 bereits mehr als zwei Jahre.

Patienten warten länger als 12 Stunden auf Aufnahme

Wie bereits in vorherigen Corona-Wellen sind auch in den vergangenen Wochen wieder viele planbare Operationen verschoben worden, sodass sich der Rückstau weiter erhöhen dürfte. Der hohe Druck auf die Kliniken, in denen aktuell außerdem viele Beschäftigte krankheitsbedingt wegen der Omikron-Welle ausfallen, zeigt sich auch an langen Wartezeiten vor den Notaufnahmen.

"Omikron hat die Zahl der Menschen im Krankenhaus mit Covid erhöht und gleichzeitig die Zahl der arbeitsfähigen Mitarbeiter drastisch reduziert", fasst Stephen Powis, der medizinische Direktor des NHS zusammen. Etwa 46.000 Bedienstete in Gesundheitsberufen waren letzte Woche pro Tag (!) arbeitsunfähig.

Auch die Zahl der Patienten, die länger als zwölf Stunden auf die Aufnahme warten mussten, hat im Dezember in England mit knapp 13.000 einen neuen Rekord erreicht.

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