Ukraine-Krieg

Selenski: "Der russische Vormarsch wurde gestoppt"

Nach den jüngsten Niederlagen an der Front gibt es aus Sicht des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski mittlerweile wieder Grund zur Zuversicht.

Selenski: "Der russische Vormarsch wurde gestoppt"
Ukraine-Präsident Selenski macht Ukrainern Hoffnung.
HANDOUT / AFP / picturedesk.com

"Die Lage ist viel besser als in den vergangenen drei Monaten", sagte er am Montag dem französischen Sender BFMTV. Der russische Vormarsch sei gestoppt worden, die gegnerische Armee verliere derzeit eine große Zahl an Soldaten. Auch in seiner abendlichen Videoansprache betonte Selenski, dass die ukrainischen Truppen derzeit ihre Positionen an der Front stabilisierten. Zudem würden Befestigungsanlagen aus- und neu gebaut.

Der Staatschef räumte aber auch ein, dass seine Armee Schwierigkeiten gehabt habe "wegen des Mangels an Artilleriemunition, der Luftblockade, der russischen Langstreckenwaffen und der hohen Dichte an russischen Drohnen". Er warnte auch vor neuen Schwierigkeiten, falls die Ukraine nicht ausreichend militärisch unterstützt werde.

Mitte Februar hatte die ukrainische Armee sich aus der völlig zerstörten Stadt Awdijiwka im östlichen Gebiet Donezk zurückziehen müssen. Seitdem halten in der Region schwere Kämpfe an. Zugleich bittet das von Russland angegriffene Land immer wieder um mehr militärische Unterstützung – unter anderem um Taurus-Marschflugkörper aus Deutschland.

Europas Rüstungsimporte fast verdoppelt

Angesichts des Ukraine-Krieges haben sich Europas Rüstungsimporte in den vergangenen fünf Jahren beinahe verdoppelt. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag veröffentlichte. Demnach hat sich in Europa in den Jahren 2019 bis 2023 die Einfuhr von Waffen im Vergleich zum Zeitraum 2014 bis 2018 um 94 Prozent erhöht.

Die Sipri-Daten beziehen sich auf das Volumen der Waffenlieferungen, nicht auf deren finanziellen Wert. Da das Volumen von Jahr zu Jahr je nach Auftragslage stark schwanken kann, legt das unabhängige Institut den Fokus auf Fünfjahreszeiträume statt auf Einzeljahre.

Größter Importeur in Europa war dabei die Ukraine – mit 23 Prozent der gesamten Waffeneinfuhren der Region.

Im Fünfjahreszeitraum lag das Land weltweit auf dem vierten Platz hinter Indien, Saudi-Arabien und Katar. Die beiden wichtigsten Exportländer für die Ukraine waren dabei die USA mit 69 Prozent an den importierten Gütern sowie Deutschland mit 30 Prozent.

Frankreich überholt Russland

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten gehört Russland nicht mehr zu den beiden größten Waffenlieferanten der Welt. Während die USA an der Spitze ihre Waffenexporte um weitere 17 Prozent erhöhte und damit 42 Prozent des Weltmarktes abdeckte, nahmen die Lieferungen aus Russland um mehr als die Hälfte (53 Prozent) ab.

Überholt wurde Russland von Frankreich, das seine Exporte um 47 Prozent erhöhte. Deutschland gehörte noch immer zu den Top fünf Exportländern weltweit. Insgesamt fiel der globale Waffentransfer aller Staaten im Vergleich leicht um 3,3 Prozent.

1/57
Gehe zur Galerie
    <strong>26.05.2024: Große Sorge um "Bamschabl"</strong>:&nbsp;Der beliebte Kult-Kabarettist Wolfgang Katzer wurde mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. <a data-li-document-ref="120038592" href="https://www.heute.at/s/grosse-sorge-um-bamschabl-kult-kabarettist-im-spital-120038592">Weiterlesen &gt;&gt;</a>
    26.05.2024: Große Sorge um "Bamschabl": Der beliebte Kult-Kabarettist Wolfgang Katzer wurde mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Weiterlesen >>
    picturedesk.com / Screenshot ("Heute"-Collage)

    Auf den Punkt gebracht

    • Ukrainischer Präsident Selenski äußert sich optimistisch zur Frontlage und betont, dass die gegnerische Armee an Boden verliert
    • Gleichzeitig zeigt sich Europa angesichts des Ukraine-Krieges besorgt angesichts fast verdoppelter Rüstungsimporte in den letzten fünf Jahren, wobei die Ukraine als größter Importeur in Europa gilt
    20 Minuten, wil
    Akt.