Shop mit Terror-Souvenirs in Wien sperrt wieder zu

Am Montag wurde das Shop-Inventar am Wiener Kohlmarkt abgebaut.
Am Montag wurde das Shop-Inventar am Wiener Kohlmarkt abgebaut.Heute/Tomsits
Das Geschäft hatte Masken, T-Shirts und Kappen mit Slogans zum Terror-Anschlag vom 2. November im Angebot.

Ein Shop mit Souvenirs zum Terror-Anschlag in Wien mit vier Toten und 23 Verletzten hatte für Empörung gesorgt. Kritiker bezeichneten die Produkte als geschmacklos: Das Geschäft am Kohlmarkt führte Artikel mit den Aufschriften "Pray for Vienna" und "Schleich di, du Oaschloch!".

Erlöse als Spenden?

Laut dem Betreiber wolle man nicht etwa aus dem Leid der Opfer Kapital schlagen: Die Erlöse sollten zu 100 Prozent – das wurde zumindest auf einem Plakat im Geschäftslokal behauptet – an die Opfer gespendet werden. 

Das Konzept war trotz angeblich wohltätigen Hintergrunds nur von kurzer Dauer, das zeigte ein Lokalaugenschein am Montagvormittag. Im Lokal in der Innenstadt bauten Handwerker gerade das Inventar ab. Auf der Online-Präsenz des "Terror-Shops" war nur ein Standbild ohne Klick-Möglichkeit zu sehen.

"Wien bleibt Wien" spendet Kindern

Es ist nicht die einzige Seite, auf der Artikel mit Bezug zur Bluttat angeboten werden. Einen deutlich feinfühligeren Umgang mit dem Thema hat sich etwa der Wiener Neustädter Unternehmer Andreas Kerschbaumer auf die Fahnen geschrieben. Er bietet Kleidung mit dem Slogan "Wien bleibt Wien" an und unterstützt mit den Einnahmen die psychologische Betreuung von Kindern aus finanzschwachen Familien.

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