Psychisch und körperlich

So belastet tägliches Pendeln deine Gesundheit

Für den Traumjob nimmt man schon mal einen weiten Weg auf sich. Doch wer pro Weg mehr als eine Stunde braucht, fühlt sich schnell belastet.

So belastet tägliches Pendeln deine Gesundheit
Tägliches Pendeln belastet Körper und Psyche.
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Einfach kurz in die U-Bahn oder in die Bim, schwupps schon ist man am Arbeitsplatz. Eine kurze Anfahrt zur Arbeit ist ein Glück, das aber leider nicht jeder hat. Manche pendeln täglich aus den benachbarten Bundesländern nach Wien, um zu arbeiten. Das kostet Zeit, Geld und Nerven. Und kann richtig an die Substanz gehen.

Ab einer Stunde Pendelzeit wirds kritisch

Mehrere Studien zeigen, dass sich Arbeitnehmende, die pro Weg mehr als eine Stunde auf sich nehmen, häufiger psychisch und körperlich belastet fühlen. Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, Schlafstörungen, Müdigkeit sowie Rückenschmerzen durch besonders langes Sitzen sind nur einige der Faktoren. Eine Studie von Onur Emre und Stan De Spiegelaere an der Uni Gent konnte 2021 zeigen, dass die Arbeitnehmer mit kurzen Arbeitswegen besonders zufrieden mit ihrer Work-Life-Balance waren – diejenigen mit langen Arbeitswegen hingegen waren am wenigsten zufrieden. Bei Frauen und Personen mit Kindern zeigt sich dieser Unterschied besonders stark.

Termindruck und Stress

Durch Staus, aber auch verpasste Anschlüsse mit dem Zug, kann es zu Verspätungen kommen, die gerne schon den ersten wichtigen Termin des Tages betreffen. Die deutsche BAuA-Arbeitszeitbefragung von 2020 zeigt, dass 55 Prozent der fernpendelnden Männer und Frauen häufig starken Termin- und Leistungsdruck erleben. Bei den Nicht- oder Kurzpendelnden sind es hingegen nur 44 Prozent. Das schlägt sich auf die Gesundheit nieder: Der subjektive Gesundheitszustand wird mit der Pendeldauer als schlechter eingeschätzt. Auch psychosomatische Beschwerden wie Müdigkeit und Erschöpfung oder Schlafstörungen kommen unter den Befragten häufiger vor, wenn der Arbeitsweg länger wird.

Das kannst du tun

Ist eine Änderung des Arbeits- oder Wohnorts nicht möglich, raten Arbeitspsychologen und -psychologinnen zur mehr zeitlichen Spielraum bei der Anreise, bestenfalls abseits der Rushhour. Atemübungen, ein Podcast oder Musik können während der Fahrt zusätzlich für Entspannung sorgen. Zuletzt kann der Arbeitgeber einiges tun: Möglichkeiten zu Gleitzeit oder Home-Office-Tagen haben das Potenzial, die Situation zu entspannen.

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