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So gefährlich können Energydrinks sein

Heute Redaktion
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Sie riechen nach Gummibärchen und verleihen angeblich Flügel - die Rede ist von Energydrinks. Die Getränke sind bei Jugendlichen außerordentlich beliebt, laut Statistik erobern Energydrinks den Getränkemarkt im Sturm.

Doch was ist dran an den Versprechungen der Hersteller und was ist wirklich drin in den beliebten Drinks? Dazu befragt haben wir Peter Kanzler, den Chefredakteur der Apotheken Umschau.

"Enthalten sind Wasser, Zucker und vor allem Koffein und Taurin. Die Hersteller behaupten, dass diese Drinks die Muskelleistung steigern, für eine höhere Fettverbrennung sorgen und die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Das alles ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt", führt der Experte aus. Im Gegensatz zu den Herstellern sehen Wissenschaftler eine Reihe von Risiken bei Energydrinks. Für den Kreislauf etwa können sie eine Belastung sein.

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Wer Energydrinks nicht trinken sollte

"Nach dem Genuss von Energydrinks wurden eine Reihe von gesundheitlichen Komplikationen festgestellt. Unter anderem Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und auch Nierenversagen." Kanzler kritisiert auch, dass man beim gemeinsamen Konsum mit Alkohol deutlich schlechter abschätzen könne, wie betrunken man sein. Wegen dieser Gefahren seien Energydrinks mit Vorsicht zu genießen. Diesen Standpunkt vertritt etwa auch das Bundesinstitut für Risikobewertung.

"Die Behörden raten speziell Kindern und Schwangeren von Energydrinks ab. Auch Patienten mit Bluthochdruck und Herzerkrankungen sollten darauf verzichten", weiß der Apotheken Umschau-Chefredakteur. Bei Jugendlichen kann vor allem die Kombination mit Alkohol fatale Folgen haben.

Im Gegensatz zu Erwachsenen verfügen sie meist über eine deutlich geringere Körpermasse. Im Vergleich zu Cola enthalten Energydrinks etwa dreimal so viel Koffein, schreibt die Apotheken Umschau.