So können wir im Alltag das Klima schützen

Kleine Entscheidungen im Alltag können einen Unterschied machen.
Kleine Entscheidungen im Alltag können einen Unterschied machen.iStock
Bewusster Fleischkonsum, mehr Radfahren und die Kaffeemaschine ausstecken: Es kann so leicht sein, zum Klima- und Umweltschutz beizutragen.

Österreich verbraucht seit Jahrzehnten zu viele natürliche Ressourcen. Würde die ganze Menschheit auf so großem Fuß leben, wären knapp drei Erden nötig. Hier werden fünf Möglichkeiten aufgezeigt, wie ihr mit einfachen Verhaltensänderungen zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen könnt.

Abfallreduktion

Die Entsorgung von Abfall hat ökologische und ökonomische Auswirkungen. Nebst dem Verbrauch von knappen Rohstoffen kostet die Müllentsorgung inklusive der notwendigen Infrastruktur viel Geld. Deswegen sollten wir so wenig Abfall wie möglich produzieren und beim Einkaufen auf wiederverwendbare Verpackungen setzen. Bei Essens-Take-aways wiederverwendbare Becher, Teller, Schüsseln oder Besteck mitzubringen, sorgt für einen signifikant geringeren Plastikverbrauch.

Mülltrennung ist einfach und schont das Klima.
Mülltrennung ist einfach und schont das Klima.iStock

Ernährung

Umweltbewusste Konsumenten wählen beim Einkaufen regionale und saisonale Lebensmittel. Diese weisen eine deutlich bessere Energie- und Ökobilanz auf als importierte Produkte ausserhalb der Saison. Insbesondere der Flugtransport von Frischprodukten aus anderen Kontinenten ist sehr energieintensiv und klimaschädlich. Pflanzliche Lebensmittel sind zudem in den meisten Fällen besser für die Umwelt als Fleisch, Milch und Eier. Laut einer Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ist die Massentierhaltung für rund 15 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich. Fleisch und tierische Produkte sollten daher bewusst konsumiert werden und idealerweise von einem Biobauernhof aus der Region stammen.

Energieeffiziente Haushaltsgeräte

Dank der Energieetikette genügt beim Kauf von Haushaltsgeräten ein einziger Blick, um ihren Energieverbrauch einschätzen zu können. Dieser ist in die Effizienzklassen von A bis G eingeteilt, wobei A (grün) die beste und G (rot) die schlechteste Klasse ist. Achtung: In vielen Fällen wurde diese Einteilung bereits durch neue Klassen abgelöst, und die besten Produkte sind aktuell mit A+++ gekennzeichnet. Auch der Verzicht auf Stand-by macht aus ökologischer und finanzieller Sicht Sinn. Elektronische Geräte wie Kaffeemaschinen verbrauchen im Stand-by-Modus permanent Energie. Diese Geräte sollten also bei Nichtgebrauch komplett ausgeschaltet werden.

Mobilität

Bei Autos bestimmt neben dem Fahrzeuggewicht vor allem die Art der Motorisierung die Höhe des Treibstoffverbrauchs und des CO2-Ausstoßes. Die Größe des Autos spielt eine untergeordnete Rolle. Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg hat geprüft, ab welchem Kilometerstand das E-Auto insgesamt weniger CO2 verursacht hat als ein Verbrenner. Ein Elektrofahrzeug überholt demnach den Benziner nach gut 60.000 Kilometern, beim Dieselfahrzeug sind es 80.000 Kilometer. Auch die Fahrweise hat einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch von Autos. Beim Autofahren früh hochzuschalten und stets im höchstmöglichen Gang zu fahren, bietet großes Sparpotenzial. Der Tourenzähler ist ein wichtiger Hinweis für den Spritverbrauch: Je mehr Umdrehungen pro Minute, desto höher ist automatisch der Treibstoffverbrauch.

Flugreisen belasten das Klima.
Flugreisen belasten das Klima.iStock

Reisen

Der Flugverkehr ist laut WWF weltweit für knapp 5 Prozent des menschengemachten Klimaeffekts verantwortlich. Deswegen sollte wann immer möglich auf das Flugzeug verzichtet werden. Viele Städte in Europa sind auch bequem mit dem Zug erreichbar. Noch besser für die Umwelt sind Ferien im eigenen Land. 

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