So leidet der Hund bei einer Trennung mit

Für einen Hund bedeutet eine Trennung häufig nicht nur eine teilweise oder komplette Umstellung des bisherigen Lebens, sondern auch Abschied einer Bezugsperson und Stress, der durch die Streitigkeiten noch intensiviert wird.
Für einen Hund bedeutet eine Trennung häufig nicht nur eine teilweise oder komplette Umstellung des bisherigen Lebens, sondern auch Abschied einer Bezugsperson und Stress, der durch die Streitigkeiten noch intensiviert wird.
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Ist ein Tier in eine Trennung involviert, leidet es meist mit. Die neue Situation und der Stress können sich auf die Psyche des Tieres auswirken.

Wie das Fachmagazin "petcom" berichtet leben in österreichischen Haushalten 581.000 Hunde, Tendenz steigend. 10.000 Tiere davon durchlaufen pro Jahr die Betreuung durch ein Tierschutzhaus. Oftmals handelt es sich dabei um Trennungs- oder Scheidungshunde, die nach einem Beziehungsende in ein Tierheim kommen, wenn es keine andere Lösung gibt.  

Es kommt jedoch auch häufig vor, dass ein Partner das Tier nicht hergeben will. Trennt sich ein Paar, entfacht dann oft ein erbitterter Kampf um die Tiere - ähnlich wie bei Kindern. Im schlimmsten Fall wird sogar vor Gericht um das "Sorgerecht" gestritten.

Nach klassischer Rechtslage werden Haustiere wie Gegenstände behandelt. In der juristischen Praxis fallen sie aber meist in die Kategorie Lebewesen. "Bei moderneren Gerichten werden die Tiere als Lebewesen betrachtet und eine Umgangsregelung wird vereinbart", weiß der deutsche Anwalt Joachim Cäsar-Preller gegenüber Noizz. Er beschäftigt sich seit 20 Jahren mit dem Thema und hat auch das Buch "Das können wir doch klären: Rechtshilfe und Streitvermeidung für Hundehalter" dazu verfasst.

Stress vermeiden, neue Routine vermitteln

Manchmal ist eine Trennung allerdings auch das beste für das Tier. Emotional sind Hunde auch von den Streitigkeiten der Partner betroffen und leiden darunter, wenn es in der Wohnung lauter wird. Die eigene Tierliebe sollte nie die Sicht auf die ideale Lösung für den Hund versperren.

Ganz wichtig ist es, möglichst bald eine neue Routine aufzubauen (oder die alte nach Möglichkeit nicht ganz einzureißen). Diese bietet Hunden Sicherheit. Andernfalls könnten die Tiere mit Rückzug oder neuen Verhaltensweisen reagieren, so Hundepsychologe Thomas Riepe. "Auch wenn der Hund die Person, zu der er eine engere Bindung hat, seltener sieht, kann ihn das stressen", so Riepe. Hunde können durch Trennungen sogar krank werden.

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