ÖBB verstärkt Sicherheit nach tödlicher ICE-Attacke

Nach dem tragischen Vorfall in Frankfurt ist eine Sicherheitsdebatte auf deutschen Bahnsteigen entbrannt. Auch die ÖBB haben Maßnahmen gesetzt.
Innerhalb kurzer Zeit wurden in Deutschland mehrere Menschen vor einfahrende Züge gestoßen. Der Tod des achtjährigen Buben am Montag in Frankfurt schockiert besonders – "Heute.at" berichtete.

Die ÖBB haben nun das Security-Personal an den Bahnhöfen verstärkt, wie das Unternehmen gegenüber "Heute.at" sagte. Auch setzen die Bundesbahnen auf eine breite Überwachung. So sind in ganz Österreich knapp 7.000 Kameras im Einsatz.

"Das sind mehr als in Deutschland", erklärt ÖBB-Sicherheitschef Roman Hahslinger gegenüber "Heute.at" und führt weiter aus: "Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie, aber nach dem Vorfall in Deutschland haben wir unsere Securiy-Mitarbeiter nochmal sensibilisiert. Zudem sind wir im ständigen Austausch mit der Polizei."

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Übergriffe auf Bahnreisende gesunken



Übergriffe auf Bahnreisende seien laut ÖBB in den letzten Jahren um etwa 40 Prozent gesunken. Dennoch rät Hahslinger stets aufmerksam zu sein, wenn man sich am Gleis befindet: "Beim Einfahren des Zuges sollten Fahrgäste immer die Umgebungen beobachten und keinesfalls am Handy herumspielen. Es kann so viel passieren, wenn man abgelenkt ist." Zudem sollten Reisende nie die Sicherheitslinie übertreten.

Fälle wie zuletzt in Deutschland gab es in Österreich bisher nicht. Durch Fremdeinwirkung sind auf österreichischen Bahnhöfen keine Personen auf Gleise gestoßen worden.

Der letzte tragische Unfall ereignete sich im Oktober 2017 am Bahnhof Puch bei Hallein (Tennengau), bei dem der Sog eines Güterzuges einen Kinderwagen erfasst hatte und ein Kleinkind tödlich verletzt wurde.

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