So schwer wütete das Unwetter im ganzen Land

Ein Baum stürzte auf ein Auto in St. Pölten. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Ein Baum stürzte auf ein Auto in St. Pölten. Verletzt wurde zum Glück niemand.Einsatzdoku.at
Der bisher heißeste Tag des Jahres endete in einem Gewittersturm. Landesweit kam es zu Unwetter-Einsätzen und Schäden, die Gewitter gehen weiter.

Blitzeinschlag in Einfamilienhaus

Am Dienstag gegen 19:30 Uhr kam es in Altach aufgrund des Unwetters mit Hagel, Blitz und Starkregen zu einem Blitzeinschlag in ein Einfamilienhaus, welcher eine starke Rauchentwicklung verursachte. Ein Brandausbruch konnte durch die Einsatzkräfte ausgeschlossen werden, es entstand lediglich geringer Sachschaden. Verletzt wurde niemand. Im Einsatz befanden sich die Freiwillige Feuerwehr Götzis mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften sowie eine Polizeistreife der Polizeiinspektion Altach mit zwei Beamten.

Millionenschaden in Oberösterreich

Besonders heftig wüteten die Unwetter in ganz Oberösterreich. Im Innviertel kam zudem starker Sturm dazu. Aufnahmen zeigten nicht nur abgedeckte Häuser und wie Streichhölzer geknickte Bäume, sondern auch komplett zerstörte Gartenhütten. Die Einsatzkräfte standen die Nacht lang im Dauereinsatz. Alleine in der Landwirtschaft schätzt die Österreichische Hagelversicherung den Schaden auf weit über zwei Millionen Euro.

Baum kracht auf Auto

In Niederösterreich konzentrierte sich der Gewitter-Schwerpunkt auf den Bezirk St. Pölten. Bei der Feuerwehr war gar von "Weltuntergangsstimmung" die Rede. Augenzeugen alarmierten die Einsatzkräfte, weil ein großer Baum auf ein Auto gestürzt war. Befürchtet wurde, dass Personen im Wagen eingeklemmt wurden. Bei den Aufräumarbeiten konnte die Feuerwehr allerdings Entwarnung geben: Das Auto wurde zwar vollkommen zerstört, es hatte sich aber niemand darin befunden. Im ganzen Bezirk wurden zudem Zäune und Bäume umgerissen, Keller und Garagen überflutet.

Abstürzende Äste in Wien

Auch in Wien mussten zahlreiche Keller von der Feuerwehr ausgepumpt werden. Sorgen bereiteten zudem umstürzende Bäume und herabfallende Äste in den Parks und bei den Gehwegen der Stadt. Es kam auch zu mehreren Blitzeinschlägen in der Bundeshauptstadt.

In Wien-Hernals wurde ein Baum durch die heftigen Sturmböen umgerissen.
In Wien-Hernals wurde ein Baum durch die heftigen Sturmböen umgerissen.Leserreporter
Sturmschäden in Prinzersdorf im Bezirk St. Pölten.
Sturmschäden in Prinzersdorf im Bezirk St. Pölten.Einsatzdoku.at

Straßensperren in Salzburg

In Salzburg mussten aufgrund der Unwetter mehrere Straßen gesperrt werden, unter anderem die B 159 beim Pass Lueg. Auch in diesem Bundesland wurden Häuser abgedeckt und Keller überflutet. Gleiches Bild in Tirol, wo im Zillertal mehrere Bäume auf zwei Häuser stürzten. Im Bezirk Hallein verlegten umgestürzte Bäume wiederum einige Straßen.

Überschwemmte Keller und Garagen in Harland im Bezirk St. Pölten.
Überschwemmte Keller und Garagen in Harland im Bezirk St. Pölten.Einsatzdoku.at

Vier Stunden lang Land unter

Fast vier Stunden lang stand am Dienstagabend seit etwa 18 Uhr die Feuerwehr Zell am Ziller mit mehr als 20 Mitgliedern im Einsatz, als aufgrund des heftigen Sturms zahlreiche Anrufe bei der Feuerwehr eingingen. So waren am Gerlosberg mehrere Bäume auf die Straße gestürzt, glücklicherweise war kein Verkehrsteilnehmer betroffen. Mit schwerem Gerät konnte die Straße wieder freigemacht werden. Auch am Zellberg waren ebenfalls aufrund heftiger Sturmböen Bäume umgestürzt, auch hier waren die Florianijünger voll gefordert. Desweiteren war ein Baum auf eine Stromleitung gefallen, dies übernahm ein Montagetrupp der Tiwag. Gegen 18.15 Uhr wurde die Feuerwehr Hopfgarten im Brixental zum "Grafenweg" alarmiert, wo ein umgestürzter Baum auf einen Pkw aus dem Bezirk Kufstein krachte. Glücklicherweise blieb der Lenker unverletzt, der Schaden dürfte durch eine Versicherung gedeckt sein. An insgesamt zehn verschiedenen Einsatzorten standen rund 50 Mitglieder der FF Hopfgarten/Brixental bis 21 Uhr im Einsatz, wo zahlreiche Bäume durch den Sturm umgestürzt waren und neben dem Grafenweg auch die Penningbergstraße blockierte.

Es bleibt weiter gewittrig

Am Mittwoch halten sich entlang und nördlich der Alpen zunächst dichte Wolken, hier gehen aus der Nacht heraus noch ein paar Schauer nieder. Ganz im Osten sind auch Gewitter möglich. Spätestens ab Mittag kommt jedoch wieder häufig die Sonne zum Vorschein. Umgekehrt im Süden: Hier scheint zuerst die Sonne, ehe im Tagesverlauf teils heftige Schauer und Gewitter durchziehen. Im Osten weht lebhafter West- bis Nordwestwind. Die Höchstwerte liegen zwischen 23 und 30 Grad, am wärmsten wird es im östlichen Flachland.

Ruhe nach dem Sturm: Ein großer Regenbogen über Urfahr.
Ruhe nach dem Sturm: Ein großer Regenbogen über Urfahr.Mike Wolf
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