So will EU Corona-Impfung jetzt sexy machen

Die EU arbeitet an einem Plan, der das Impfen attraktiver machen soll. 
Die EU arbeitet an einem Plan, der das Impfen attraktiver machen soll. Kay Nietfeld / dpa / picturedesk.com
Keine Impfpflicht, aber: Wer im nächsten Sommer fliegen, ins Fußballstadion oder ins Popkonzert will, wird sich wohl vorher pieksen lassen müssen.

Die mangelnde Impfbegeisterung der Bevölkerung macht der EU Sorgen. Auch in Österreich wollen sich laut "Heute"-Umfrage nur 19 Prozent "sicher"  immunisieren lassen. Mindestens 60 Prozent aber müssen sich impfen lassen, um die Rückkehr in ein normales Leben für alle zu ermöglichen. Hinter den Kulissen arbeitet die EU an einem Plan, Impflust zu erzeugen, Deutschlands Kanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Macron sind federführend. Das ist geplant:

Digitaler Impfpass: Wer sich nicht impfen lassen will, wird sein Leben einschränken müssen. Der Zutritt zu öffentlichen Veranstaltungen, Konzerten, Kinos oder etwa Sportveranstaltungen (Fußballstadien) ist nur mit Impf-Nachweis möglich.

Keine Reisen: Wer ins Flugzeug steigen, auf ein Kreuzfahrtschiff oder in den Zug will, muss sich vorher impfen lassen. Auch Hotelbuchungen sollen nur mit Nachweis möglich sein, eventuell auch der Grenzübertritt.

Mehrere Airlines (darunter der AUA-Mutterkonzern Lufthansa) arbeiten bereits an entsprechenden Apps.

947.700 Impfdosen für Österreich bis April

Wozu auf den Gesundheitsminister warten, dachte sich der Kanzler vielleicht. Gestern telefonierte Sebastian Kurz (ÖVP) mit Sinan Atlig, Regional President Vaccines von Pfizer, und Robin Rumler, Pfizer Country Manager für Österreich, und erfragte, mit welcher Lieferung des Corona-Impfstoffs Österreich im ersten Quartal rechnen könnte. Antwort: 240.825 kommen im Jänner, 331.500 Dosen im Februar und 375.375 im März – bis Frühlingsbeginn sind also nicht ganz eine Million da. "Die Vorbereitungen zum Einsatz in Österreich laufen auf Hochtouren", so Kurz.

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