So will Google jedem helfen, nachhaltiger zu leben

Google hat kürzlich Nachhaltigkeitsneuigkeiten präsentiert. Jeder Nutzer soll es dadurch leichter haben, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu leben.

"Die Klimakrise ist nicht länger eine ferne Bedrohung – sie wird zunehmend lokal und persönlich und stellt Privatpersonen und Unternehmen auf der ganzen Welt vor neue Herausforderungen", heißt es von Google. Deswegen habe sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, "bis 2022 eine Milliarde Menschen dabei zu unterstützen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen". Dazu hat Google eine Reihe von Neuigkeiten vorgestellt, außerdem sollen bis 2030 alle Rechenzentren und Standorte des Konzerns mit CO2-freier Energie betrieben werden.

Die neuen Produkt-Features zielen darauf ab, dass jeder Nutzer nachhaltiger und umweltfreundlicher leben kann, ohne große Einschränkungen oder zeitintensive Mühen auf sich zu nehmen. Im Flugplanungstool Google Flights kann man beispielsweise ab sofort für jeden Flug pro Sitzplatz die damit verbundenen Emissionen anzeigen lassen – und entsprechend auf Optionen mit geringerem Schadstoffausstoß wechseln. Bei der Suche nach Hotels werden zudem Infos eingeblendet, die Bemühungen wie Abfallreduzierung, Wassersparmaßnahmen und Klima-Zertifizierungen anzeigen.

Google auch als Einkaufsberater

Google will aber auch dabei helfen, beim Einkauf nachhaltigere Produkte hervorzuheben. Empfehlungen für "kostengünstige und nachhaltige" Haushaltsgeräte wie Öfen, Geschirrspülern oder Warmwasserboiler soll es zuerst in den USA, später aber auch in Europa geben. Außerdem wird im eigenen Haus umgerüstet, mit einem Programm namens Nest Renew in den USA. Kompatible Produkte werden über Nest-Thermostate umweltschonender gesteuert: Der Stromverbrauch für Heizung und Kühlung wird dazu auf Zeiten verlagert, in denen mehr "saubere" Energie zur Verfügung steht. Ein Premium-Modell gleicht dann auch gleich den Stromverbrauch aus fossilen Brennstoffe mit Zertifikaten für hochwertige erneuerbare Energien aus.

Ebenfalls in den USA startet eine klimafreundlichere Planung der Auto-Routen, 2022 soll es sie auch in Europa geben. Standardmäßig soll dabei die Route mit den geringsten CO2-Emissionen eingeblendet werden, "wenn die geschätzte Ankunftszeit mit der schnellsten Route vergleichbar ist", schreibt Google in einem Blogpost. Alleine dadurch soll über eine Million Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden können. Nutzer sollen aber auch durch einen geringeren Treibstoffverbrauch profitieren.

Besserer Vergleich von Fahrzeugen

Weitere Maßnahmen, die 2022 auch nach Europa kommen sollen: In der Google-Suche soll es leichter werden, Hybrid- sowie Elektrofahrzeuge zu finden und sie mit benzinbetriebenen Modellen und den Kosten zu vergleichen. Wer nicht auf Autos, sondern auf Fahrräder setzt, bekommt einfachere Navigationsfunktionen für Radfahrer auf Google Maps. Alternativ sollen auch Leih-Räder und -Scooter leichter gefunden werden. Hierzulande noch Zukunftsmusik: Google hat per KI Verkehrsampeln in Israel optimiert und sowohl Wartezeiten an Ampeln als auch Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent reduziert.

Auch Unternehmen sollen nachhaltigere Tools in die Hand bekommen. "Vor kurzem haben wir Tools eingeführt, mit denen Unternehmen ihre Google Cloud-Ressourcen in umweltfreundlicheren Regionen platzieren können", so Google, weitere Maßnahmen sollen in Kürze folgen. "Bei all diesen Bemühungen ist es unser Ziel, die Entscheidung für Nachhaltigkeit einfacher zu machen. Auf individueller Ebene mögen diese Entscheidungen klein erscheinen, aber wenn man sie über alle unsere Produkte hinweg multipliziert, ergeben sie große Verbesserungen", so Google.

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