Sohn (45) monatelang im Keller: War alles ganz anders?

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In Wien-Penzing soll eine 77-Jährige ihren 45-jährigen Sohn über Monate hinweg im Keller eingesperrt und verwahrlost haben.

Wie die Landespolizeidirektion Wien nun mitteilte, konnten bei einer Hausdurchsuchung keinerlei eindeutige Hinweise auf ein kriminelles Verhalten gefunden werden. Bei besagtem Keller handele es sich um einen Außenkeller, der lediglich an das Haupthaus angrenzt. Die Mutter gab an, ihr Sohn hätte jederzeit das Kellerabteil verlassen können.

Außerdem habe sie den 45-Jährigen ausreichend versorgt. Zeugen gaben zudem an, dass sich der Sohn kurz vor den Sommerferien im Garten aufgehalten haben soll. Dieser befindet sich weiterhin im Krankenhaus und ist noch nicht vernehmungsfähig. Die Mutter wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Die Vorgeschichte

Im Zuge eines Einsatzes der Wiener Berufsrettung wurden am Mittwoch Polizeibeamte in eine Wohnung in Wien-Penzing beordert. Der Grund des Einsatzes lag in einem "sanitären Übelstand in einem Einfamilienhaus" begründet. Vor Ort trafen die Beamte einen 45-jährigen Mann vor, der über einen längeren Zeitraum in einem Kellerabteil gewohnt haben soll.

Auf Grund seines äußerst schlechten Gesundheitszustandes musste er in ein Spital gebracht werden. Auf dem Weg dahin gab der 45-Jährige an, dass ihn seine Mutter (77) seit April in das Kellerabteil gesperrt hätte. Das Landeskriminalamt Wien ermittelt derzeit gegen die Frau wegen des Verdachts der Freiheitsentziehung.

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