Spionage-Weltmeister USA Opfer von Hackern

Was der US-Geheimdienst NSA kann, das können Hacker schon lange. Die Systeme der US-Regierung wurden bis Oktober 2013 offenbar von Hackern angezapft, um Einblick in heikle Daten zu bekommen.

Ausgerechnet in die Geheimdienst-Affäre um die amerikanische NSA platzt nun ein Hacker-Angriff. Laut FBI haben sich Anonymous-Hacker über einen Fehler in der Software des US-Konerns Adobe eingeschleust und zwischen Dezember 2012 und Oktober 2013 Zugriff zu geheimen Daten gehabt.

Die Hacker erhielten Einblick in die US-Armee, das Energie- und Gesundheitsministerium. Alleine im Energieministerium sollen unter anderem Daten von 104.000 Mitarbeitern und deren Angehörigen gestohlen worden sein.

28-Jähriger zu zehn Jahren Haft verurteilt

Die Ermittlungen in der Causa sind noch im Gange. Sollten die verantwortlichen Personen jemals geschnappt werden, drohen ihnen schlimme Strafen. Erst am Freitag wurde der 28-jährige Jeremy Hammond vom Hacker-Syndikat Anonymous zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil er in System von Regierungsstellen und Unternehmen eingedrungen sein soll.

Bei der Denkfabrik Stratfor eignete er sich vor zwei Jahren 60.000 Kreditkartennummern und Unterlagen von 860.000 Kunden an, die er online stellte. E-Mails von Stratfor übergab er an WikiLeaks, die seitdem Informationen über die Zusammenarbeit mit Konzernen wie Goldman Sachs veröffentlicht hat. Laut Anklage wurde mit Kreditkarten mehr als 700.000 Dollar (519.000 Euro) bewegt. Hammond gab an, dass es sich um "zivilen Ungehorsam" handle und er gewusst habe, dass er gesetzteswidrig handle.

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