Spitäler wegen weniger Skiunfällen in finanzieller Not

Der Hubschrauber musste diese Saison deutlich seltener starten.
Der Hubschrauber musste diese Saison deutlich seltener starten.gepa pictures
Statt 120 sind es aktuell "nur" noch 20 verletzte Skifahrer pro Tag. Salzburger Spitäler klagen deswegen über fehlende Einnahmen.

Das Tauernklinikum Zell am See liegt umgeben von Skigebieten. An einem normalen Tag in der Wintersaison hat man deswegen um die 120 Patienten wegen Skiunfällen zu behandeln. Derzeit sind es lediglich 20.

Die Zahl der Verletzten sei diese Saison um 40 Prozent zurückgegangen, berichtet der "ORF Salzburg". Noch deutlicher macht sich das in Schwarzach bemerkbar, das von eher kleineren Skigebieten umgeben wird. Bis zu minus 70 Prozent verzeichnet man hier.

Schaden in Millionenhöhe

Durch die fehlenden Patienten und Behandlungskosten entgehen den Kliniken mehrere Millionen Euro. "Rein für den Jänner haben wir in diesem Bereich einen Umsatzrückgang von über 1,2 Millionen Euro", sagt Tauernklinikum-Geschäftsführer Franz Öller.

"Wir werden versuchen, Zeitguthaben und Urlaube abzubauen. Wir werden entsprechend Maßnahmen setzen, die uns erlauben unsere Kostensituation besser in den Griff zu bekommen."

Im Klinikum Schwarzach zählt man bis Mitte Februar normalerweise rund 2.500 Verletzte nach Skiunfällen, heuer sind es 752. Der Großteil bestand dabei tatsächlich aus Einheimischen, gefolgt von Deutschen und Niederländern.

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