Spott für Kurz: "Das sieht schon nach Jesus aus"

ÖVP-Chef Sebastian Kurz ist im Rahmen des Wahlkampfs in Tirol aufgetreten. Ein Facebook-Foto des Besuchs sorgt für Emotionen, aber auch Spott.

Just vor dem Goldenen Dachl in Innsbruck, einst Auftrittsort des verstorbenen FPÖ-Chefs Jörg Haider, setzte ÖVP-Chef Sebastian Kurz am Dienstag einen weiteren Schritt im Wahlkampf. Vor 2.000 Besuchern ging es zwar auch um Politisches wie ein neues Sozialsystem in Verbindung mit einem Zuwanderungs-Stopp. Anders als bei vielen Politikern fungierte Kurz aber auch als gern gesehenes Selfie-Motiv und als Autogramm-Schreiber.

Wie er sich auch im Netz seinen 690.000 Facebook-Fans präsentiert, ist persönlich und emotionsgeladen. Statt aufs Teilen von Nachrichtenlinks setzt Kurz mit seinem Team auf starke Bilder und einfache Botschaften. So auch nach dem Besuch in Tirol.

"Mitleidsnummer"

"Vielen Dank für die vielen netten Begegnungen in den letzten Wochen. Das Gespräch mit Eugenia gestern in Innsbruck war dabei ein ganz besonderer Moment!", so sein Posting. Das dazugehörige Bild zeigt, wie Kurz von einer lachenden Dame umarmt wird. Mehr als nur ein paar Usern drängt sich dabei der Vergleich mit dem Papst auf, der bei seiner Kolumbien-Reise von zahlreichen Kindern umarmt wurde.

Diese Polit-Inszenierung sorgt derzeit aber auch für Spott und Zynismus. "Die Mitleidsnummer als beinhartes Kalkül eines perfekt durchgestylten Wahlkampfes" oder "Das sieht ja schon fast wie Jesus am Ölberg aus! Da fehlt nur noch der Spruch: 'Noch heute wirst Du mit mir im Paradies sein' machen sich User über den Auftritt lustig. Von vielen Nutzern gibt es aber auch Zuspruch: "Toll, dass auch alte Menschen ohne Vorurteil jungen vertrauen, denn jeder Politiker über 70 ist kein Garant für Vertrauenswürdigkeit".

Der Wahlkampf-Auftritt von Kurz in Innsbruck. (Video: Facebook/Sebastian Kurz) (rfi)

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