Statistik: So wenig Straftaten in OÖ wie nie zuvor

Polizeidirektor Andreas Pilsl präsentierte am Donnerstag zusammen mit LKA-Chef Gottfried Mitterlehner die OÖ Kriminalstatistik des abgelaufenen Jahres.
Polizeidirektor Andreas Pilsl präsentierte am Donnerstag zusammen mit LKA-Chef Gottfried Mitterlehner die OÖ Kriminalstatistik des abgelaufenen Jahres.LPD OÖ
Erfreuliche Nachrichten aus der Landespolizeidirektion. Laut Statistik befindet sich die Zahl der Straftaten auf einem historischen Tiefststand.

Zusammen mit Gottfried Mitterlehner, Chef des LKA Oberösterreich, präsentierte Landespolizei-Direktor Andreas Pilsl Donnerstagvormittag die Kriminalstatistik für das abgelaufene Jahr. Coronabedingt veröffentlichte das Duo die wichtigsten Zahlen via Video aus der Landespolizei-Direktion.

Pilsl ließ auch gleich mit einer erfreulichen Nachricht aufhorchen. Denn im Jahr 2020 wurde ein historischer Tiefstwert bei den begangenen Straftaten erreicht. So verzeichnete die Exekutive insgesamt 59.832 Fälle. Das sind um 7,6 Prozent weniger Fälle als im Jahr davor. Aufklärungsquote: 61,7 Prozent (+1,6 Prozent).

"Es konnten im Vorjahr 43.201 Täter ausgeforscht werden. Mit dieser Zahl liegen wir ganz vorne in Österreich. Das freut mich besonders und zeigt das Engagement, das von unseren Leuten an den Tag gelegt wurde", ist Pilsl happy. 

Übrigens: Bei 1.220 Straftätern handelte es sich laut Polizei um Asylwerber. Im Jahr 2017 betrug diese Zahl noch 2.700. Pilsl: "Die Zahl hat sich wieder eingependelt auf das Niveau vor der Flüchtlingskrise." Rund 33 Prozent der Straftaten werden von Menschen begangen, die keine österreichische Staatsbürgerschaft haben.

Vor allem die klassische Kriminalität wie Hauseinbrüche, Ladendiebstähle und Delikte durch Trickdiebe ist deutlich weniger geworden. "Das hängt natürlich auch mit der Corona-Pandemie zusammen, da Geschäfte geschlossen hatten und die Leute mehr zu Hause waren", so Mitterlehner.

813 Wohnhauseinbrüche

Konkret weist die Statistik 813 Wohnhauseinbrüche im vergangenen Jahr auf. Das ist laut dem LKA-Chef ein "historischer Tiefstwert". Die Aufklärungsquote betrug dabei 20 Prozent. Bei den Auto-Diebstählen im Land war ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. 184 Fahrzeuge wurden im Jahr 2020 als gestohlen gemeldet. Knapp die Hälfte der Fälle (40 Prozent) konnten aufgeklärt werden.

LKA-Chef Mitterlehner bestätigt, dass auch die Gewaltdelikte um acht Prozent zurück gegangen sind. "Die Gewalt in der Privatsphäre ist leicht angestiegen. Daran merkt man, dass während der Pandemie mehr Leute zu Hause sind", so der Top-Polizist.

Große Sorgen bereitetet der Polizei allerdings die Internetkriminalität. Diese ist laut Statistik im Vergleich zum Jahr davor um 20 Prozent von 4.000 auf 5.000 Delikte angestiegen. Der Datenverarbeitungsmissbrauch ist von 459 auf 1.093 Fälle wahrlich explodiert. Das entspricht einem Plus von 138 Prozent.  

"In diesem Bereich sind wir gefordert, da müssen wir uns neue Wege überlegen. Wir sind auch dabei, uns hier neu aufzustellen. Das wird die Bevölkerung im besonderen Maße in den nächsten Jahren treffen", weiß Pilsl.

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