Steuer auf Flugtickets soll halbiert werden

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Die umstrittene Steuer auf Flugtickets soll bis 2018 halbiert werden, bestätigte das Finanzministerium einen Medienbericht.

Fliegen könnte billiger werden! Denn:
Die 2011 eingeführte Ticketsteuer verteuert Kurzstreckenflüge um sieben Euro, Mittelstreckenflüge um 15 Euro und Langstreckenflüge um 35 Euro. Fluglinien kritisieren die Abgabe, weil sie sich im internationalen Wettbewerb benachteiligt fühlen. So muss die AUA rund 50 Millionen und Niki 15 Millionen Euro jährlich abgeben.

Eine Ministeriumssprecherin bestätigte einen "Kurier"-Bericht, wonach ein dahingehender Entwurf am Donnerstag dem Bundeskanzleramt übermittelt wurde. Die Steuerreduzierung soll am Dienstag beschlossen werden. Die Abgabe soll konkret 2017 um ein Viertel und 2018 um ein weiteres Viertel reduziert werden.

Lufthansa-Boss verhandelte mit Schelling

Lufthansa-Chef Carsten Spohr und AUA-Chef Kay Kratky sollen persönlich mit Finanzminister Hans Jörg Schelling darüber verhandelt haben. Offenbar ist die Zusage der Politik auch an Versprechen des Lufthansa-Konzerns, in die AUA zu investieren, geknüpft.

Wien Tourismus erleichtert

Wien-Tourismusdirektor Norbert Kettner begrüßt die Halbierung. Die Erreichbarkeit von Städten sei ein Schlüssel zum wirtschaftlichen und touristischen Erfolg. "Im Konkurrenzkampf der Destinationen wiegt ein solcher Wettbewerbsnachteil schwer. Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass die Ticketsteuer, die auch in anderen europäischen Ländern wieder abgeschafft wurde, auch in Österreich bald der Vergangenheit angehören könnte – die geplante Halbierung ist ein richtiger Schritt."

Wien strebe bis 2020 Direktflugverbindungen mit 20 zusätzlichen Großstädten in aller Welt an, sagte Kettner. Die Halbierung der Flugabgabe sei "Wind unter unseren Flügeln".

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