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Stöger kritisiert Veilchen: "Zum ersten Mal enttäuscht"

Die Wiener Austria verliert in Hartberg mit 1:2. Trainer Peter Stöger geht mit seinem Team hart ins Gericht, kritisiert seine Spieler.

Sebastian Klein
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Peter Stöger gefiel in Hartberg nicht, was er sah.
Peter Stöger gefiel in Hartberg nicht, was er sah.
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Hartberg feierte am Samstag in der sechsten Bundesligarunde seinen ersten Saisonsieg. Die Veilchen mussten sich den Steirern mit 1:2 geschlagen geben. Hartberg gab damit die Rote Laterne an Aufsteiger Ried ab. Dario Tadic bezwang seinen Ex-Klub mit einem Doppelpack (10., 47.). Der zwischenzeitliche Ausgleich von Benedikt Pichler war zu wenig (33.).

Mehr als das Ergebnis ärgerte Austria-Trainer Peter Stöger der Auftritt seiner Mannschaft. Bei "Sky" übte er harte Kritik: "Es lag viel an unserer Leistung. So wie wir ins Spiel reingegangen sind, die ersten 25 Minuten, waren zu wenig. Das ist auch das, wo ich ein bisschen enttäuscht bin. Das erste Mal, seit ich hier bin. Weil wir schon in einer Richtung unterwegs waren, wo wir das bei Weitem nicht immer alles optimal gelöst haben. Aber es war bislang immer so, dass man das Gefühl gehabt hat, die Mannschaft ist wirklich aktiv, unternimmt alles, ist bereit, auch unangenehme Aufgaben zu unternehmen. Das war in den ersten 25, 30 Minuten überhaupt nicht der Fall."

Was Stöger störte: "Die Kombination langsam und ungenau ist natürlich eine mörderische. Schnell und ungenau ist schon nicht optimal. Langsam stimmt, behäbig, würde ich fast sagen. Dann ist es halt eng und für den Gegner auch einfacher, alles zu verteidigen. Wir haben es dann zweite Halbzeit etwas besser gemacht. Da war dann auch mehr Fluss drinnen. Das war dann auch zu spät. Aber es stimmt, die erste halbe Stunde, das war ganz, ganz dürftig."

    Die Austria-Saison 2020/21 in Bildern
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    Das harte Urteil des Trainers und Sportvorstands: "Wenn du so reingehst, eine halbe Stunde herschenkst, dann hast du es auch nicht verdient, dass du da mehr mitnimmst als eine Niederlage."

    Die Austria ist nun Sechster, nur einen Punkt vor dem neuen Tabellennachbarn Hartberg. Die ersten sechs Teams qualifizieren sich nach 22 Runden für die Meistergruppe. Im Vorjahr hatte die Austria dieses Mindestziel verfehlt.

    Stögers Einschätzung nach der Niederlage beim TSV? "Dass es für uns aufgrund der Erfahrungen der letzten Saison, der Jahre davor, kein Selbstläufer wird, ist auch klar. Wir hätten eine Möglichkeit gehabt, heute uns wirklich festzusetzen. Wir haben es nicht geschafft. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Wir sind noch nicht so weit oder nicht gut genug. Dann heißt es auch, die Situation anzunehmen und jede Woche rund um den ominösen Strich als Mannschaft zu sein, wenn du nicht konsequent in deinen Leistungen bist."

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