Stöger: "Gruppe, die uns unterstützt, wird kleiner"

Die Wiener Austria rutscht immer tiefer in die Krise. Nach der 1:4-Pleite bei Red Bull Salzburg stärkte Peter Stöger dem violetten Coach Christian Ilzer den Rücken, kritisierte die Austria-Fans.

Während des Spiels in der Mozartstadt hatten die mitgereisten Austria-Fans mit untergriffigen Transparenten den Abgang von Florian Klein gefordert.

Der 32-Jährige hatte nach dem Cup-Debakel in Wattens dem violetten Anhang ausgerichtet: "Sie schimpfen uns Spieler immer auf das Tiefste, das hat in der Austria-Familie nichts verloren."

Nun sprang Austria-Sportvorstand Stöger dem Rechtsverteidiger zur Seite, richtete harte Worte an die Fans. "Es kommt viel Kritik und Häme. Wir haben Stimmungsboykott, unsachliche Kritik, Kritik an einzelnen Personen, was ich nicht nachvollziehen kann, was gegen mein Naturell geht. Die Gruppe, die uns unterstützt, wird immer kleiner. Wir akzeptieren, dass weniger Leute ins Stadion kommen, dass Fans ihre Abos kündigen wollen. Aber es gibt eine kleine Gruppe, die den Weg mit uns geht."

Stattdessen erneuerte der 53-Jährige die Kritik an den Austria-Spielern. "Wir erwarten von den Jungs mehr, weil wir schon gesehen haben, dass sie es besser können. Sie haben irgendwann einmal gut gekickt. Deswegen sind sie ja auch verpflichtet worden", schraubte Stöger die Erwartungen nach oben.

"Wir haben ihnen gesagt, dass wir es ihnen zutrauen, es auch verlangen. Man darf sich das nicht so vorstellen, dass wir auf alle einprügeln", so Stöger weiter.

In der Trainerfrage stellt sich Stöger neuerlich klar hinter Ilzer. "Ja, die Trainergeschichte bleibt so. Wir erhoffen uns, dass wir gemeinsam da rauskommen." Zumindest am kommenden Sonntag sitzt Ilzer gegen Sturm Graz noch auf der Austria-Betreuerbank. Danach steht die Länderspielpause an. Da wird analysiert.

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