Streaming-Plattform will ihre Zuschauer bezahlen

Die Streaming-Plattform Filmocracy will das Konzept gängiger Anbieter wie Netflix auf den Kopf stellen. Nutzer sollen fürs Filme schauen Geld bekommen.

Die Streaming-Plattform Filmocracy werde die Filmindustrie bei ihrem Start "erschüttern", geben sich die Macher vor der Veröffentlichung des Dienstes im August 2019 selbstsicher. Die Plattform geht beim Streaming dabei ganz neue Wege, als man sie von Netflix und Co. kennt. Zwar gibt es auch eine monatliche Gebühr (geplant sind 10 US-Dollar), wer sich aber mit Filmen beschäftigt und etwas beisteuert, kann mit mehr Geld aussteigen, als er oder sie einzahlt.

Im Grundkonzept vereint Filmocracy Filme und Serien mit Games, wie es in der Kickstarter-Kampagne heißt, die derzeit läuft. Das Design der Plattform ist dem von Mobile Games angelehnt und jeder Nutzer bekommt einen Avatar. Mit diesem kann man die virtuelle Währung "Popcorn" sammeln. Diese kann nicht nur in Avatar-Verschönerungen und Kinotickets tauschen, sondern auch für verschiedene Preise ausgeben oder in Echtgeld auszahlen lassen.

Wo liegt der Haken?

"Popcorn" sammelt man dabei, indem man die angebotenen Filme ansieht und danach bewertet. Noch lukrativer scheint das Modell für jene zu werden, die die Filme meisten Filme bewerten und deren Bewertungen am Brauchbarsten eingestuft werden. An diese User, die monatlich in einem Leaderbord aufgelistet werden, will Filmocracy zehn Prozent seiner Einnahmen aufteilen.

Wo die Haken an der Plattform, deren Österreich-Start noch unklar ist, liegen, lässt sich derzeit noch schwer sagen. Bisher gibt es wenig Details zur "Popcorn"-Wechselrate und -Auszahlung. Einen Netflix- oder Prime-Video-Konkurrenten sollte man allerdings nicht erwarten. Filmocracy will sich auf eher unbekannte Indie-Titel und nicht auf Blockbuster stürzen. Sie setzen lieber auf klassisches Streaming? Hier haben wir fünf Anbieter von Netflix bis Maxdome einem großen Test unterzogen! (rfi)

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