Strom in Ostösterreich wird günstiger

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Haushalte in Ostösterreich dürfen sich über eine Senkung des Strompreises ab 1. Oktober 2014 freuen. In Salzburg sollen die Kosten im Jahr 2015 fallen. Ein durchschnittlicher Haushalt kann zwischen 25 und 35 Euro im Jahr sparen.

Die EnergieAllianz (Wien Energie, EVN, Energie Burgenland) verbilligt für ihre mehr als zwei Millionen Kunden per 1. Oktober die reine Energiekomponente um 10 Prozent. Der Gesamtpreis sinkt um 4,5 bis 5 Prozent. Einem durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) bringt dies Einsparungen zwischen 25 und rund 35 Euro im Jahr.

Die niederösterreichische EVN legt ab 1. Oktober für ihre Kunden auch ein Bonusprogramm auf. Punkte sammeln kann man neben dem Energiebezug etwa auch für Bankeinzug oder erfolgreiche Weiterempfehlungen. Eingelöst werden können sie für verbrauchreduzierende Maßnahmen.

Salzburg AG stellt Senkung in Aussicht

Eine Senkung des Strompreises stellt auch die Salzburg AG in Aussicht. "Aus derzeitiger Sicht werden die Beschaffungskosten für Strom im Jahr 2015 sinken", heißt es. "Daher werden wir die Vorteile aus der günstigeren Beschaffung im nächsten Jahr auch in Form von Preissenkungen für 2015 an unsere Kunden weitergeben. Die Energiepreissenkung der Salzburg AG wird - je nach Verbrauch und produktspezifisch unterschiedlich - zwischen 5 und 10 Prozent betragen."

Keine Änderungen planen die Enamo, der Kärntner Energieversorger Kelag, der Vorarlberger Landesenergieversorger VKW, der Tiroler Energieversorger Tiwag und Energie Steiermark. Aus dem Verbund, dem größten überregionalen Anbieter, heißt es, man werde sicher im Herbst wieder spannende Angebote bringen. Der Verbund hat vor einem Jahr die Strompreise um durchschnittlich 10 Prozent gesenkt.

E-Control sieht weiteres Senkungspotenzial

Die Energieregulierungsbehörde E-Control sieht weiteres Senkungspotenzial und verweist auf Einsparmöglichkeiten durch einen Lieferantenwechsel. Die Stromrechnung besteht aus drei Teilen. Dem reinen Energiepreis, nur hier ist Wettbewerb und damit ein Lieferantenwechsel möglich. Die anderen Komponenten sind die vom Standort abhängigen Netzgebühren sowie Steuern und Abgaben wie etwa die Ökostromabgabe.

E-Control-Vorstand Walter Boltz sieht vor allem im Gebiet der EnergieAllianz und in Oberösterreich noch weiteres Preissenkungspotenzial. Im Westen des Landes sei es geringer. Das Einsparpotenzial durch einen Lieferantenwechsel lag laut dem vom Wirtschaftsministerium auf Basis von Berechnungen der E-Control veröffentlichten Energiepreis-Monitor Anfang August zwischen 68 Euro pro Jahr in Tirol und 178 Euro in Oberösterreich (inklusive Netzgebiet Linz).

Einen neuen Stromanbieter gesucht haben sich heuer im ersten Halbjahr rund 126.000 Haushalte, mehr als in den Jahren 2012 und 2013 zusammen.

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