Studie: Kiffen macht nicht dumm, nur faul

Wissenschaftler konnten nun experimentell nachweisen, dass Kiffen nicht dumm macht. Nur träge.
Forscher einer australischen Universität untersuchten die Auswirkungen der beiden Hauptbestandteile von Cannabis: Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Die Frage, deren Lösung sie in dem Zusammenhang brennend interessierte: Macht Kiffen dumm?

Das Team aus Wissenschaftlern der University of British Columbia trainierte für ihr Experiment Laborratten, sodass diese eine Übung absolvieren konnten. Für die Aufgabe gab es eine leichte und eine schwere Möglichkeit zum Ziel zu gelangen. Sie sollten dabei ein rotes Licht mit der Nase berühren. Bei der leichten Version leuchtete das Licht eine Sekunde lang. Die Belohnung war ein Zuckerwürfel. Bei der schweren Version leuchtete das Licht nur 0.2 Sekunden. Die Belohnung bestand aus zwei Zuckerwürfel.

Geistige Leistung wird nicht geringer

Wenn sie nicht bekifft waren, entschieden sich die Ratten eher für die schwere Version mit der größeren Belohnung. Im bekifften Zustand wählten sie den leichten Weg. Bekamen sie nur CBD verabreicht, veränderte sich ihr Verhalten nicht. Erst wenn THC ins Spiel kam, wurden sie faul. "Die Fähigkeit der Ratten, die schwierigere Aufgabe zu lösen, wurde durch das THC nicht beeinflusst. Die Ratten waren immer noch in der Lage, die Übung zu machen — sie wollten es nur nicht," so schließen die Forscher. Das bedeutet, die geistige Leistung erhält keinen Abfall, lediglich die Motivation zu einer schwierigeren Handlung lässt nach.

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