Studis unterstützen Schüler gratis beim Lernen

Eine neue Online-Plattform vernetzt Studierende und Schüler - so kann trotz Corona einfach und kostenlos weitergelernt werden.
Eine neue Online-Plattform vernetzt Studierende und Schüler - so kann trotz Corona einfach und kostenlos weitergelernt werden.Bild: iStock (Symbolbild)
Mit einer neuen Jugend-Plattform vernetzen vier österreichische Studenten Schüler mit ihren Online-Nachhilfelehrern. Und das kostenlos.
Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus in Österreich fällt derzeit für Hunderttausende Schüler der Unterricht aus. Was zunächst nach viel Freizeit klingt, bedeutet aber vor allem auch eines: Der Verlust wertvoller Zeit und wertvoller Lerninhalte, die dann später im weiteren Schulverlauf fehlen werden.

Um dagegen etwas zu tun, haben nun vier österreichische Studierende die neue Online-Plattform weiterlernen.org gegründet.

"In Österreich gibt es kein flächendeckendes Angebot, das

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. kostenlos beim Lernen unterstützt. In Zeiten von Homeschooling ist das besonders problematisch. Homeschooling ist zwar eine Alternative, jedoch steht diese nur einigen Schülern zur Verfügung, weil es oft auch eine finanzielle Frage ist. Darum haben wir uns daran gemacht, eine Lösung zu bieten", so Johanna Teufel (22), Studentin der Cross-Disciplinary Strategies aus Wien.

Zusammen mit ihren drei Mitgründern - Philosophie-Student Alexander Hutterer (24), Neo-Economics-Absolvent Raphael Eder (24) und Computer Science-Student Paul Müller (20) haben sie die neue Plattform am letzten Freitag aus der Taufe gehoben.



(Quelle: YouTube)

Plattform bringt Studierende und Schüler online zusammen

Die Idee ist einfach: Schüler, die Hilfe und Unterstützung oder einfach jemanden brauchen, mit dem sie lernen können, werden über die Online-Plattform mit Studierenden verschiedener Disziplinen zusammengebracht und stricken so ein digitales Netzwerk, das niemanden alleine lässt. Auch Eltern, deren Kinder Unterstützung benötigen, können sich melden. Der individuelle Lernsupport erfolgt unkompliziert und kostenlos über Videocalls und Online-Tools.

Ein Programm verbindet Anfragen, etwa für die Nachhilfe in Deutsch oder Englisch, mit dem jeweiligen passenden "Lehrer" und versendet an das Duo die Kontaktdaten des jeweils anderen. "Danach machen sie sich selbst aus, wann, wie und wie oft sie miteinander lernen", so Teufel.

"weiterlernen"-Mitgründerin Johanna Teufel (22)



(Bild: privat)

Schon über 100 freiwillige Tutoren

"Studierende, die helfen wollen, absolvieren zuerst ein Online-Training bei unseren Coaches. Danach verifizieren wir

sie und schon können sie mit Schülern per Videocall und anderen Tools weiterlernen", erklärt Teufel.

Innerhalb der ersten 24 Stunden haben sich bereits 55 potentielle Tutoren aus vier Bundesländern gemeldet, die Schüler bei ihrem Lernfortschritt und -Erfolg unterstützen wollen. Mit Stand Mittwoch, 12 Uhr, waren es bereits 105 Freiwillige. Angemeldet sind bisher 47 Schüler.

Und obwohl die neue Lern-Plattform erst wenige Tage alt ist, hat sie bereits ihren ersten Preis eingeheimst: Beim österreichischen Hackathon "Hack the crisis Austria" hat "weiterlernen.org" am 30. März 2020 den 2. Platz erreicht.

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