Syrien-Kämpfer in Krems verurteilt

Ein 29-jähriger Tschetschene ist am Mittwoch in Krems zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte sich in Syrien Kämpfern der Al-Nusra-Front angeschlossen. Die einmonatige unbedingte Strafe muss er nicht mehr absitzen, weil ihm die U-Haft angerechnet wurde.

Der Angeklagte wurde im März 2015 in Krems festgenommen. Er hatte sich in das syrische Kampfgebiet begeben und sich dort der Al-Nusra-Front angeschlossen. Auch wenn der Beschuldigte seine Unschuld beteuerte, wurde er nicht rechtskräftig zu 18 Monaten Haft verurteilt. Die Anklage hatte Dateien, Fotos und Chatverläufe ausgewertet.

Der Tschetschene behauptete, dass er in Syrien eine Hilfsorganisation unterstützen wollte. Nach zwei Tagen habe er aufgrund der bestehenden Lebensgefahr das Kampfgebiet wieder verlassen. Allerdings gab er von sich aus zu, der auf einem Foto zu sehende vermummte Mann mit Waffe in der Hand zu sein. Somit habe er zur Wahrheitsfindung beigetragen, befand das Schöffengericht.

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