Teurer als in Ö: Deutsche Vignette soll 100  kosten

Müssen Österreicher bald auf deutschen Straßen zahlen? Und dient ausgerechnet die rot-weiß-rote Vignette als Vorbild? Das deutsche Verkehrsministerium berät derzeit neue Maut-Modelle.

Es ist eines der brisantesten Themen in den schwarz-roten Koalitionsverhandlungen in Deutschland: Die CSU und ihr Vorsitzender Horst Seehofer pochen auf eine neue Autobahn-Maut. Aber selbst weite Teile der Schwesternpartei CDU lehnen das ab. Und die SPD, mit der CDU-Chefin Angela Merkel koalieren will, ziert sich (noch?).

Die Eckpunkte der umstrittenen Maut-Pläne laut Bild am Sonntag:

-Deutsche und ausländische Pkw-Lenker sollen eine Vignette erwerben müssen. 

-Pro Jahr kostet sie 100 Euro, also mehr als in Österreich (82,70 Euro für 2014).

-Wer nur ein paar Wochen oder Tage fährt, zahlt weniger.

-Für schadstoffarme Fahrzeuge gibt’s einen Öko-Bonus.

Umstritten: Deutsche Staatsbürger sollen die Kosten gegen die Kfz-Steuer verrechnen dürfen, also gegenüber ausländischen Lenkern bevorzugt werden. Österreichs Verkehrsministerin Doris Bures (SP) stellt gegenüber "Heute" klar: "Was aus EUrechtlicher Sicht nicht geht, ist, dass die Vignette mit einer Gutschrift bei der Kfz-Steuer gegengerechnet wird. Sollte das so kommen, wird Österreich dagegen auftreten."

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