Zeitpunkt für den Absturz der Raumstation steht fest

Die Uhr tickt: Schon bald wird die chinesische Raumstation Tiangong-1 unkontrolliert auf die Erde stürzen.

Tiangong-1 wird in Kürze abstürzen, das ist Wissenschaftlern klar. Doch jetzt ist auch bekannt, wann genau mit der unkontrollierten Rückkehr des chinesischen Raumlabors auf die Erde gerechnet werden kann.

Laut der Europäischen Raumfahrtagentur ESA wird es in der Nacht auf Ostermontag so weit sein, um etwa 2.25 Uhr. Für Mitteleuropa gibt es Entwarnung: Hier dürften keine Trümmer zu Boden fallen.

Großes Gebiet

Von den 8,5 Tonnen der Raumstation sollen laut Experten 1,5 bis 3,5 Tonnen den Wiedereintritt in die Atmosphäre überstehen. Die Trümmer können auf der ganzen Erde auf einem Gürtel von 43 Grad südlich bis 43 Grad nördlich des Äquators herabfallen.

Am ehesten dürften die Teile ins Meer fallen, das rund 70 Prozent der Erdoberfläche bedeckt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Stück der Weltraumstation Tiangong-1 auf einen Menschen fällt, ist deswegen 10 Millionen Mal kleiner als die jährliche Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden.

Kontakt verloren

Tiangong-1 wurde im September 2011 ins All geschossen. Die Raumstation ist 10,4 Meter lang und 3,4 Meter breit und hat ein Gewicht von 8,5 Tonnen – sie wurde für eine Lebensdauer von zwei Jahren gebaut. Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre sollte kontrolliert erfolgen, doch im März 2016 riss der Kontakt zur Raumstation ab. Seither sorgt die atmosphärische Reibung dafür, dass Tiangong-1 laufend an Höhe verliert. Daher kommt der künstliche Himmelskörper unkontrolliert auf die Erde zurück.

(red)

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