Tiefpunkt! Ist Rapid Wien überhaupt noch zu retten?

Der Trainereffekt von Didi Kühbauer ist beim 0:3 von Rapid Wien in Hartberg verpufft. Ist die Mannschaft untrainierbar?
Der erste Durchgang der neuen Zwölferliga ist vorbei. Rapid Wien hat einen historischen Tiefpunkt erreicht: nur Platz neun, nur zehn geschossene Tore, nur zwölf Punkte. Das gab es noch nie!

Vier Punkte fehlen auf Sturm Graz und den sechsten Platz.

Die Top sechs sind freilich in der Unform vom 0:3-Debakel in Hartberg viel, viel weiter als der Blick auf die Tabelle vermuten lässt.

Große Erwartungen gab es vor Didi Kühbauers erstem Auswärtsspiel in der Liga als Rapid-Trainer. Geworden ist es ein Debakel. Nicht auszumalen, wie die mitgereisten Fans reagiert hätten, wäre Goran Djuricin noch in Hartberg Rapid-Trainer gewesen.

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Kühbauer: "Jetzt draufhauen bringt nichts"



Wie reagierte Kühbauer auf den schwachen Auftritt seiner Spieler? "Als Spieler bin ich zu oft laut geworden, das war fast kriminell", gab er beim Ö3-Frühstück zu. "Aber als Trainer darf man sich das nicht erlauben." Er tat das auch nach der 0:3-Blamage nicht: "Jetzt draufhauen bringt nichts!"

Der Trainer-Effekt in Hütteldorf ist verpufft. Die Lage ist brisant. Sechs Spiele in den nächsten 18 Tagen warten auf Rapid. Am Donnerstag geht es in der Europa League gegen Villarreal. Noch wichtiger: Sonntag wartet das Liga-Match gegen den Tabellenletzten Admira. Der Blick auf die Tabelle zeigt: Nur drei Punkte fehlen den Südstädtern auf Rapid.

Bickel: "Spieler kapieren es nicht, dass es nur gemeinsam geht"



Ist diese Rapid-Mannschaft noch zu retten? Diese Frage stellen sich immer mehr Fans. Seit zwei Jahren fühlen sich die grün-weißen Anhänger in einer Endlosschleife an Rückschlägen. Ex-Coach Damir Canadi sprach nach seinem Aus in Wien-Hütteldorf von einer "untrainierbaren Mannschaft". Ist es wirklich so?

"Kaum haben die Spieler ein gutes Gefühl, versuchen sie alles spielerisch zu lösen", analysiert Sportdirektor Fredy Bickel. "Manchmal braucht man Krampf. Das ist eine Erziehungssache. Sie hatten lange den Übervater Steffen Hofmann. Er war das Schutzschild. Sonst hat man den Trainer gewechselt. Aber sie mussten nie etwas selbst lösen." Nachsatz: "Sie kapieren nicht, dass es nur gemeinsam geht."

Trainer Didi Kühbauer stellt klar: "Ich weiß, was man verändern muss, aber es fehlt einfach die Zeit. Noch müssen wir improvisieren."

Am Donnerstag gegen Villarreal, Sonntag gegen die Admira.

(mh)

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