Tierquäler (34) tritt Taube tot, bedingte Strafe

Der 34-Jährige hatte mehrere Male auf die Taube hingetreten. Sie verstarb. (Symbolfoto).
Der 34-Jährige hatte mehrere Male auf die Taube hingetreten. Sie verstarb. (Symbolfoto).Karl-Josef Hildenbrand / dpa / picturedesk.com
Weil ein 34-Jähriger am Linzer Hauptbahnhof eine Taube so brutal attackierte, dass sie verstarb, wurde er wegen Tierquälerei verurteilt.

Bereits am 10. März dieses Jahres soll der 34-Jährige seine Aggressionen an der Taube ausgelassen, am Radweg vor der Bushaltestelle vor dem Linzer Hauptbahnhof mehrmals kräftig mit dem Fuß zugetreten haben. Das Tier verendete, weshalb der Mann, der übrigens schon vorbestraft war, wegen Tierquälerei angeklagt wurde. 

In einem Gespräch mit der "Krone" erklärte der Linzer die Tat so:" Ich war einkaufen und hab' auf den Bus gewartet. Die Taube ist am Streifen für die Fußgänger vor der Bushaltestelle am Hauptbahnhof gelegen. Sie hat nur noch gezuckt, war ohnehin schon am Verenden. Ich hab' sie nur mit dem Fuß zur Seite geschubst." Nur weil er vorbestraft sei, würde ihm der Prozess gemacht werden, so der 34-Jährige.

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Verurteilter wegen Aggressionsdelikten vorbestraft

Einer Zeugin nach war die Attacke des Linzers aber alles andere als harmlos. Das Straßenpflaster sei voller Blut gewesen, weil der Linzer immer wieder auf das Tier hingetreten haben soll.

Vergangenen Freitag musste sich der Mann am Linzer Landesgericht wegen Tierquälerei verantworten. Er fasste 480 Euro unbedingte Geldstrafe und ein halbes Jahr Freiheitsstrafe, bedingt auf drei Jahre, aus. Er zeigte sich vor Gericht nicht geständig.

Der 34-Jährige ist wegen Aggressionsdelikten einschlägig vorbestraft. Er befindet sich in einer Alkohol- und Suchtgiftentwöhnungstherapie. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. 

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