Tierschützer wollen Zirkusbär freikämpfen!

Die Tierschützer von Vier Pfoten kämpfen weiterhin um das Schicksal des Bären Tima, der am Mittwoch in einem Lkw auf der A21 entdeckt wurde. Ein Tierarzt des Schönbrunner Tiergartens stellte am Donnerstag fest, dass der Bär gesundheitlich angeschlagen ist und dringend weitere Untersuchungen benötigt.

. Ein Tierarzt des Schönbrunner Tiergartens stellte am Donnerstag fest, dass der Bär gesundheitlich angeschlagen ist und dringend weitere Untersuchungen benötigen würde.

Auch, wenn die Fotos auf den ersten Blick das Bild eines glücklichen Bären vermitteln, ist der Zirkusbär Tima alles andere als gesund. Das hat eine Untersuchung des Schönbrunner Tierarztes, den die Behörden um Rat gebeten haben, ergeben. So konnte die Weiterfahrt des Tier-Transporters einige Stunden hinausgezögert werden.

Tima muss endlich zum Zahnarzt

Der 18 Jahre alte Bär hat nicht nur schlechte Zähne, sondern ist auch an einem Auge blind und leidet offensichtlich an einer Verhaltensstörung, ist Birgit Leber von den "Vier Pfoten" überzeugt. Mit dem lädierten Gebiss ist für Tima womöglich Kauen eine Qual. Auch, wenn der Besitzer gute Miene zum bösen Spiel macht und auf dem A21-Parkplatz mit dem Bären für Spaß-Fotos posierte, scheint klar - Tima wurde seit mehr als fünf Jahren nicht mehr untersucht, ist Tierarzt Amir Khalil von den Vier Pfoten überzeugt.

Khalil, der sich seit Jahren mit Bären beschäftigt, vermutet im Gespräch mit "Heute.at", dass Tima "jahrelang falsch ernährt" und in kleinen Käfigen gehalten worden ist. Auf Leber machte das Tier außerdem einen "betäubten" Eindruck.

Ukrainische Behörden sollen Untersuchung einleiten

Aus rechtlicher Sicht sind den Tierschützern die Hände gebunden - sie müssen den Lkw ziehen lassen. Immerhin wurde nun mit dem Hinzuziehen des Experten aus Schönbrunn erreicht, dass der Bär in der Ukraine untersucht werden muss. Die Vier Pfoten wollen sicherstellen, dass sich die dortigen Behörden um die Angelegenheit kümmern. "Wir sind guter Hoffnung, dass wir dort etwas machen können", sagte Leber im Gespräch mit "Heute.at". Wird der Bär dort beschlagnahmt, könnte er zu Vier Pfoten kommen und wäre endlich in guten Händen. Die Tierschutzorganisation ist auch in der Ukraine aktiv und kämpft dort in Kooperation mit den Behörden unter anderem gegen illegale Bärenkämpfe.

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