Illegale Menschenkämpfe auf Mallorca

Ein Video zeigt, wie im Hinterland der Ferieninsel brutale Fights ausgerichtet werden: Es geht um Arbeitsplätze, die sich verfeindete Banden "ausmachen".

Das andere, hässliche Gesicht von Mallorca: Im Hinterland der Touristen-Hochburg Magaluf finden illegale Menschenkämpfe statt. Rivalisierende Clans treffen sich dort, um brutale Fights „bei denen alles erlaubt ist" auszutragen. Warnung: Die Szenen in dem Video der lokalen Zeitung "Diario de Mallorca" könnten verstörend wirken.

Es geht um die sogenannten "Tiqueteros" von Magaluf. Das sind jene Personen, die vor den Restaurants Touristen anwerben – in teils aufdringlicher Art und Weise: Sie versuchen, die vor allem britischen Urlauber für einen Besuch in den zahlreichen Discos oder Bars oder auch für eine Rundreise mit dem Schiff bzw. eine Alko-Tour auf einem Party-Boot zu gewinnen. Die Zonen, in denen die "Tiqueteros" tätig sind und Flyer verteilen, sind heißbegehrt. Wer wo anwerben darf, das wird offenbar mit dem Faustrecht ausgemacht.

Denn in dem Video sind zwei Männer zu sehen, die nur mit Shorts bekleidet aufeinander los gehen, während eine Gruppe von Personen zuschaut und sie anfeuert. Auf Englisch ruft einer den Kämpfenden "Los jetzt" zu. Dann beginnt der illegale Kampf. Es folgen Tritte, Faustschläge, einer der beiden fällt zu Boden und wird brutal ins Gesicht geschlagen. Die Szenen werden mit dem Handy gefilmt. Am Ende ist eine Stimme zu hören: "Das war's, steht auf".

Wie es in dem Bericht der Mallorca-Zeitung heißt, wurde einer der beiden Kämpfer mit einem blauen Auge in den Straßen von Magaluf gesichtet– bei seiner Arbeit, Touristen anzulocken. Der Ort auf der Ferieninsel ist für sein reges Nachtleben bekannt, die meisten Touristen stammen aus Großbritannien.

(Red)

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