Todes-Crash: 18-Jähriger wendet in Rettungsgasse

Mit dieser Aktion sorgte ein dreister Pkw-Lenker in Dortmund für Fassungslosigkeit. Er wendete im Stau und fuhr als Geisterfahrer durch die Rettungsgasse davon.
Eine Tote und zwei Verletzte – das ist die traurige Bilanz eines Geisterfahrer-Unfalls am Donnerstag in der deutschen Großstadt Dortmund.

Die Rettungsgasse funktionierte eigentlich vorbildlich, so dass Feuerwehr und Polizei rasch zur Unfallstelle gelangen konnten. Weil durch die Autowracks und die Einsatzkräfte sämtliche Fahrspuren blockiert waren, bildete sich bald ein Stau.

Plötzlich scherte ein weißer Audi aus und wendete mitten auf der Fahrbahn, um in Folge die Rettungsgasse in entgegengesetzter Richtung hinunter zu brettern. Ein Anblick der nicht nur die anderen Lenker fassungslos machte.

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"Leider ist immer noch nicht bei allen Autofahrern angekommen, wie man sich in so einer Situation zu verhalten hat", klagt die Feuerwehr Dortmund in ihrem Einsatzbericht. Das waghalsige Manöver hätte in einer weiteren Katastrophe enden können.

Geringe Strafe

"Das ist grundverkehrt", schilderte ein Feuerwehrsprecher laut "RP Online": "Man muss immer damit rechnen, dass weitere Rettungsfahrzeuge komme und Hilfe nicht mehr möglich ist, weil man die Gasse blockiert." Zudem bestünde immer die Gefahr einer Kollision.

Der Rettungsgassen-Geisterfahrer ist sich offenbar keiner Schuld bewusst. Die deutsche "Bild" will einen 18-Jährigen als jenen Lenker auf dem Foto ausgeforscht haben. Fahranfänger Mohammed (18) behauptete gegenüber der Zeitung: "Ein Polizist sagte mir, das könne man so machen."

Ihm drohen für seine Ordnungswidrigkeit nur milde Konsequenzen. 280 Euro Bußgeld und einen Monat Führerscheinentzug sind laut "Bild" für Wenden und Fahren entgegen der Fahrtrichtung fällig.

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(rcp)

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