Gesundheit

Top-Experte warnt jetzt vor nächster Virus-Bedrohung

Der deutsche Virologe Christian Drosten warnt nach der Corona-Pandemie vor einer zunehmenden Bedrohung durch Affenpocken.

Andre Wilding
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    Affenpocken sind ein Pockenvirus, das 1958 bei Cynomolgus-Affen und 1970 beim Menschen nachgewiesen wurde. Das Virus besteht aus einem DNA-Kern in einer Proteinhülle, das von einer Hülle umgeben ist. Affenpocken sind zoonotisch, d.h. sie werden von Tieren (z. B. Nagetieren) auf den Menschen übertragen und umgekehrt. Infektionen beim Menschen werden häufig durch Tierbisse oder durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten verursacht. (im Bild: Partikel des Affenpockenvirus)
    Affenpocken sind ein Pockenvirus, das 1958 bei Cynomolgus-Affen und 1970 beim Menschen nachgewiesen wurde. Das Virus besteht aus einem DNA-Kern in einer Proteinhülle, das von einer Hülle umgeben ist. Affenpocken sind zoonotisch, d.h. sie werden von Tieren (z. B. Nagetieren) auf den Menschen übertragen und umgekehrt. Infektionen beim Menschen werden häufig durch Tierbisse oder durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten verursacht. (im Bild: Partikel des Affenpockenvirus)
    Science Photo Library / picturedesk.com

    Der Virologe Christian Drosten schlägt Alarm! Der Experte warnt nämlich jetzt vor einer Infektionswelle durch das Affenpocken-Virus in Europa.

    Wissenschaftler hielten die Gefahr einer Ausbreitung zunächst für gering, da das Virus nicht besonders aktiv sei. Allerdings könne sich dies jederzeit ändern, so der Virologe.

    Viren passen sich an Menschen an

    Lehren ziehe Drosten aus der Vergangenheit. Infektionen mit dem Affenpockenvirus, auch Mpox genannt, hätten meist immer mild begonnen und sich durch die Anpassung an den Menschen dann verändert.

    Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt: sie listet die Affenpocken als eine der drei Viren-Infektionen aus der Tierwelt, die dem Menschen am gefährlichsten werden könnte.

    Affenpocken breiten sich aus

    Außerdem rät die WHO dazu, die Variante ständig zu überwachen. Bis 2022 war das Virus nur in wenigen afrikanischen Ländern bekannt. Im vergangenen Jahr breitete es sich jedoch rasant aus.

    Laut der Direktorin der WHO-Abteilung für Epidemie- und Pandemievorbereitung, Sylvie Briand, könnte sich das Virus verändern und im Lauf der Zeit auch für anfällige Gruppen wie Schwangere und Kleinkinder ansteckender werden.

    Bisher waren nur Männer, die Sex mit anderen Männern hatten, besonders betroffen.

    Situation in Österreich

    Und wie sieht die Lage in Österreich aus? Wie das Gesundheitsministerium am 22. Februar mitgeteilt hatte, hat sich das Infektionsgeschehen rund um Mpox (Affenpocken) in Österreich deutlich entspannt.

    Seit Ende November wurden keine neuen Fälle registriert. Dennoch empfiehlt das Nationale Impfgremium nach wie vor eine Schutzimpfung für bestimmte Personengruppen, um diese bestmöglich vor weiteren Ausbrüchen von Mpox zu schützen.

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      Melanie Seidl