Üppig entschädigte Wirte zeigen Regierung Mittelfinger

 Wirte umgehen das Punschverbot.
 Wirte umgehen das Punschverbot.iStock
Immer mehr Gastro-Unternehmen – vor allem in Wien – umgehen das Punschverbot. Das wird vor allem zu Silvester noch brisant.

Vergangenes Wochenende in der Wiener City: Vor vielen Lokalen bilden sich Trauben von Menschen, in den Straßen sind Pappbecher ein beliebter Begleiter, die Papierkörbe quellen über, es wird wieder gepunscht. Eigentlich ist das verboten. Weil sich vor Take-aways lange Schlangen gebildet hatten, untersagte die Regierung mit vergangenem Montag die öffentliche Ausschank von heißen alkoholischen Getränken.

Es kam wie so oft: Die Verordnung war so lebensfremd formuliert, dass sich schnell ein Schlupfloch fand. Die ersten Wirte begannen Kinderpunsch auszuschenken, den Alkohol gab es im Miniflascherl dazu. Illegal ist das nicht, aber nicht alles, was erlaubt ist, muss auch vernünftig sein.

Sogar Nobelgastronomen ziehen mit

Inzwischen beteiligen sich in der Wiener City auch Nobelgastronomen an dem lukrativen Geschäft – und das ganz unverhohlen. Beim Punsch-Zahlen an der Kasse erhalten Kunden den Alkohol extra in die Hand gedrückt. "Die Susi draußen gießt euch das zusammen." Schwarze Schafe unter den Wirten, von der Regierung mit 80 Prozent Entschädigung auf Steuerzahlerkosten unterstützt, zeigen Kurz & Co. (und uns) den Mittelfinger.

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