Ugandas Olympia-Gewichtheber von Polizei geschnappt

Julius Ssekitoleko
Julius Ssekitolekoimago/Action Plus
Julius Ssekitoleko wollte bei den Spielen um Medaillen kämpfen, tauchte aber in Japan unter. Die Polizei hat den Uganda-Athleten jetzt geschnappt. 

Der 20-Jährige war mit seiner Delegation nach Tokio gereist, verpasste aber die Qualifikation für die Spiele. Deswegen sollte er am Dienstag nach Hause fliegen. Doch dann fehlte plötzlich jede Spur von ihm. Wie diverse Medien berichten, wurde später aber ein Brief Ssekitolekos gefunden. In diesem habe er über seine Flucht geschrieben. Eine Rückkehr komme für ihn nicht in Frage, da das Leben in seiner Heimat "enorm schwer" sei. Der Athlet habe zudem die ugandische Delegation gebeten, seine Wertsachen seiner Frau in der Heimat zu übergeben.

Doch lange blieb Ssekitoleko nicht unentdeckt. Die Polizei Osaka teilte nun mit, dass der Gewichtheber "ohne Verletzungen und ohne Beteiligung an einem Verbrechen" gefunden worden sei. "Er trug seinen eigenen Ausweis bei sich und wies sich aus. Es ist nicht sicher, an wen wir den Mann schicken sollen - an das Team oder an die Botschaft", heißt es von den Ordnungshütern weiter.

Wie es mit ihm weitergeht, ist also noch offen. Fest steht jedenfalls, dass sein Medaillen-Traum bei Olympia geplatzt ist. Auch mit einem längeren Aufenthalt in Japan sieht es eher schlecht aus.

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