Unbequemer WC-Sitz soll Pausen-Dauer verkürzen

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Die Zeit am Topf scheint mancherorts als zu ausufernd empfunden zu werden. Jetzt soll ein WC-Sitz Mitarbeiter dazu animieren weniger Zeit am Klo zu verbringen.
Produktivität ist alles. Wie weit Unternehmen bereit sind in die Erhaltung der leistungsgesellschaftlichen Kriterien zu investieren und diese zu optimieren, zeigt die neueste fragwürdige Erfindung.

Eine Toilette sorgt für Aufruhr und Hohn in den Sozialen Medien. Sie wurde eigens dafür konzipiert, den WC-Gang für Mitarbeiter möglichst unangenehm zu gestalten. Verglichen mit gewöhnlichen Toiletten-Sitzen ist sie leicht abgeneigt.

Normale Sitze seien zu bequem und würden zum Verweilen einladen

Der Winkel soll dafür sorgen, dass der Sitz möglichst ungemütlich zum längeren Verweilen ist. Das wiederum soll die Produktivität der Mitarbeiter zu erhöhen. Diese sollen dadurch 25 Prozent weniger Zeit am Klo verbringen. Privates Texten und Social Media Konsum sollen dadurch eingeschränkt werden.

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Nach fünf Minuten am WC ist das Sitzen bereits unerträglich

Das Design stammt vom britischen Unternehmen StandardToilet.

Laut Beschreibung auf der Website des Herstellers sollen so umgerechnet fünf Milliarden Euro die Toilette hinuntergespült werden. Mit komplexen Berechnungen eruierte man die ideale Position, die als maximal ungemütlich empfunden, aber minimal gesundheitsschädlich sein würde. Nach fünf Minuten soll das Gefühl bereits unerträglich sein.

Die Beckenmuskeln würden dadurch trainiert, somit sei das Produkt sogar gut für die Gesundheit, argumentiert der Hersteller weiter. Spott, Hohn und Kritik erntet die Erfindung von Usern auf sozialen Netwerken, die sich darüber belustigen und kritisieren, dass diese Idee den Druck nur noch erhöhen würde.

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