"Ungeimpft": Was FPÖ-Chef Kickl bald nicht mehr darf

Auf FPÖ-Chef Herbert Kickl warten beinharte Corona-Maßnahmen in Wien.
Auf FPÖ-Chef Herbert Kickl warten beinharte Corona-Maßnahmen in Wien.FOTOKERSCHI.AT / APA / picturedesk.com
FPÖ-Chef Herbert Kickl legte den Beweis vor, weder geimpft noch genesen zu sein. In Wien erwarten den Freiheitlichen deshalb scharfe Corona-Maßnahmen.

Mit einer "persönlichen Erklärung" sorgte FPÖ-Chef Herbert Kickl am Freitag für Aufsehen – ist die Ankündigung in Österreich doch ein Hinweis darauf, dass ein Rücktritt bevorstehen könnte. Geworden ist es allerdings eine Offenbarung, dass der FPÖ-Chef nicht Corona-geimpft und auch nicht genesen ist. Kickl legte dazu einen serologischen Befund vor, aus dem hervorgeht, dass er keinerlei Antikörper besitzt – somit weder an Covid erkrankt war noch eine Impfung erhalten hat.

Das bedeutet: Ab 1. Oktober kommen auf Kickl in Wien Verbote und scharfe Maßnahmen zu. So darf der Freiheitliche durch die verschärften Maßnahmen der Bundeshauptstadt nicht mehr in die Nachtgastro, keine Bars und Klubs mehr besuchen. Ebenso heißt es für ihn bei Veranstaltungen und Zusammenkünften ab 500 Personen: Bitte draußen bleiben! Beide Bereiche werden ab 1. Oktober nämlich nur noch von der 2G-Regeln geimpft oder genesen umfasst – Tests gelten nicht mehr.

Gerücht um FPÖ-Massenimpfungen

Mit einem negativen PCR-Test darf Kickl allerdings noch in die Tagesgastronomie, in allen Geschäften muss er wie alle anderen Kunden auch eine FFP2-Maske tragen. Internationale Medien hatten groß über die Impf-Show Kickls berichtet, etwa von einer "Posse in Österreich" ("Spiegel"). Arbeiterkammer-Jurist Philipp Brokes schrieb: "Das ist mit Abstand die peinlichste persönliche Erklärung, die ich in meinem Leben erlebt habe."

Zu Wort meldete sich auch Ex-Grünen-Gesundheitsminister Rudi Anschober. Auf Twitter schrieb Anschober: "Persönliche Erklärung: bin 2x geimpft, Antikörper-Status durch heutiges Testergebnis belegt. Dazu 2 mal pro Woche PCR-Test. Auf der sicheren Seite sein." Ein Impf-Seitenhieb auf Kickl, der bei den Nutzern auf Twitter für rege Diskussionen und verbale Schlagabtäusche sorgt. Indes scheint es in der FPÖ zu rumoren, die "Krone" berichtet von Massenimpfungen unter FPÖlern.

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