Unhold drohte Mäderl vor Gericht: "Breche Dir Knochen"

Der Angeklagte
Der Angeklagteprivat
Ein 25-Jähriger soll am Bahnhof vor einer 12-Jährigen masturbiert haben. Beim Prozess drohte er, dem Mädchen alle Knochen zu brechen.  

Zuerst ließ ein 25-Jähriger am Bahnhof St. Pölten die "Hosen runter", dann bedrohte er das 12-jährige Opfer auch noch vor Gericht. 

Bei Prozess gedroht

Der Austro-Türke soll am Bahnhof St. Pölten eine Schülerin (12) erblickt und daraufhin ungeniert an sich herumgespielt haben. Die entsetzte Zwölfjährige erzählte den Vorfall ihrer Mutter, der Unhold wurde ausgeforscht und musste in St. Pölten vors Bezirksgericht. 

Doch bei der Verhandlung am Bezirksgericht kam es zum Eklat. Vor der Richterin drohte der Angeklagte in Richtung Opfer-Mutter: "Der Tochter gehören alle Knochen gebrochen." Die Richterin brach daraufhin den Prozess ab und zeigte den fünffach vorbestraften Mann erneut an.

"Kratzte mich nur am Sack"

Beim neuerlichen Prozess, diesmal am Landesgericht Sankt Pölten, bestritt der 25-Jährige die Vorwürfe wütend: "Ich kratzte mich nur am Sack. Darf man sich in Österreich nicht mal am Sack kratzen?" Doch das Video der Bahnhofsüberwachung überführte den Angeklagten eindeutig.

Knapp elf Monate Häfen

Die Richterin verdonnerte ihn zu zehn Monaten Gefängnis wegen gefährlicher Drohung, Körperverletzung (Anm.: hatte in U-Haft einen Mithäftling geschlagen), Diebstahls (Anm.: gewöhnlicher Ladendiebstahl) und sittlicher Gefährdung von Kindern plus Widerruf von drei Wochen. Also muss der junge Mann (hat Erwachsenenvertreter) knapp elf Monate absitzen. Die Verteidigung meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an - somit nicht rechtskräftig. 

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