Urban Sketchers: Die Stadt als große Skizze

Redakteurin: N.Oezelt, Schnitt: A.Diry;
Redakteurin: N.Oezelt, Schnitt: A.Diry;
Einmal wöchentlich treffen sich fremde Menschen um gemeinsam zu zeichnen. Sie finden sich über soziale Medien und lassen sich von der Stadt inspirieren.
Rausgehen, die Stadt auf sich wirken lassen und los zeichnen. Das ist das Motto der „Urban Sketchers". Die weltweite Gemeinde lässt sich von Eindrücken, urbanem Raum und Situationen in der Stadt inspirieren. Willkommen ist jeder. Die Kunstwerke werden danach auf Instagram (@urbansketchersvienna) geteilt. In Wien trifft sich die Gruppe immer Mittwochs um 18 Uhr, der Ort variiert und wird in den sozialen Netzwerken mitgeteilt.



Vor zehn Jahren entstand die Idee des Vereins in Seattle. "Leute, die gerne zeichnen und sich gerne austauschen, kommen zusammen und zeichnen vor Ort. Und die Zeichnungen, die Zustande kommen, werden auch im Internet geteilt. Social Media, Facebook und Instagram. Von jedem Teil der Erde, kann man die Zeichnungen sehen", erklärt Sabine Biskup. Die Grafikerin ist Teil des Organisatorenteams Urban Sketchers in Wien.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Jede Woche trifft sich die Gruppe und immer an einem anderen Ort. Im Sommer draußen, im Winter immer öfter im Museum. Die Menschen lassen sich inspirieren von Architektur, den Menschen, der Szenen, den Situationen. Treffpunkte können touristische Highlights sein - wie eben die Karlskirche, aber genau so Parks oder Straßen, wie die Mariahilfer-Straße. Die Stadt selbst übernimmt eine wichtige Rolle in der Künstler-Community und wird zum Objekt der visuellen Ausdruckskraft jedes einzelnen Sketchers.

Jeder ist willkommen

Die Treffen dauern im Schnitt 1-2 Stunden. Jeder ist willkommen. Egal ob Künstler oder nicht. "Man lernt von einander und gibt einander Feedback", erklärt eine weitere Mitorganisatorin, Bettina Wong. Die Menschen vor Ort seien aus unterschiedlichen Berufszweigen. Manche seien Illustratoren, andere wiederum aus Institutionen, Vertreter oder kommen aus der IT-Branche. "Es geht auch darum aus der Arbeit rauszukommen und abschalten zu können", ergänzt sie. Die Gruppengrößen variieren von 5 bis 150 Personen. Auch beim Alter gibt es weder Grenzen noch Limits. "Was uns verbindet ist die Leidenschaft zum Zeichnen", so Bettina Wong. Jeder Teilnehmer habe seinen eigenen Blickwinkel, seine eigene Perspektive, das mache die Vielschichtigkeit dieses Treffens auch.



Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag und keinen Zwang. Manchmal besuchen berühmte Künstler die Gruppe, oder auch Urban Sketchers aus aller Welt. Subash Bathè, der sechzig Jährige Anwalt (60), ist Teil der Urban Sketchers Community aus der indischen Stadt Pune und erzählte: "Wir zeichnen dort immer am Sonntag Morgen von den 1000 Mitglieder kommen 50-100." Für ihn ist das globale Movement, die gemeinsame Kunst und das Kennenlernen von anderen Menschen eine Besonderheit. Die sozialen Medien helfen bei der Verbreitung der Kunst und der Vergrößerung der Community.

Jeder kann mitmachen

In Wien trifft sich die Community immer Mittwochs an einem anderen Ort. Die Urban Sketchers verkünden den Ort per Facebookoder ihrem Newsletter. Diesen Mittwoch treffen sie sich um 17:30 Uhr am Fuße der Fillgraderstiege im 6. Bezirk.

Urban Sketchers Symposium

Zum zehnten Mal fand heuer auch das Urban Sketchers Symposium statt. Sketchers aus der ganzen Welt reisten dafür vom 24.- 27. Juli nach Amsterdam. Jedes Jahr reisen die Hobby-Künstler in eine andere Stadt. Jedes Jahr wächst die Community weiter.

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