Urteil gegen Ex-Hypo-Manager Kulterer bestätigt

Gegen die ehemaligen Manager der notverstaatlichten Kärntner Hypo, Wolfgang Kulterer und Gert Xander, hat der Oberste Gerichtshof am Dienstag die Urteile in Wien bestätigt. Allerdings wurden die Urteile leicht entschärft.

Die beiden Ex-Manager hatten der maroden Fluglinie Styrian Spirit 2005 einen unbesicherten Kredit über zwei Millionen Euro gewährt, nur ein Jahr später kam dann die Pleite der Airline. Der OGH  verurteilte Kulterer nun zu zwei Jahren unbedingt (zuvor 2,5 Jahre), Xander zu 21 Monaten unbedingt (zuvor 2 Jahre).

Richter Franz Zehetner begründete das leicht gesenkte Urteil für Kulterer damit, dass dieser unter anderem bereits 3,5 Jahre wegen der Hypo-Vorzugsaktiencausa von 2004 absitzen wird müssen. Kulterer will hier einen Haftaufschub bis Ende Jänner erwirken, ein Gutachten nach einer Untersuchung dieser Tage werde noch in der laufenden Woche erstellt, sagte er. Insgesamt haben sich die Haftstrafen Kulterers nach heutigem Stand auf 5,5 Jahre erhöht.

Urteil bekämpfen

Der Ex-Hypo-Vorstandschef und -Aufsichtsratsvorsitzende gab sich nach dem Urteil kämpferisch: Er wolle vor den Menschenrechtsgerichtshof ziehen, er verstehe die Ausführungen des Gerichts nicht. "Jeder Banker hätte den Kredit an die Styrian zum damaligen Zeitpunkt gegeben. Es war ein Unternehmen des Landes Kärnten", erklärte Kulterer.

Die Manager hatten nach dem erstgerichtlichen Schöffenurteil in Klagenfurt Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet.

 

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